Schwarzes Gemüse – 5 gesunde Sorten

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Schwarzes Gemüse ist gesünder als seine farbenfrohen Vertreter. Welche 5 Gemüsesorten Sie in Ihrer Küche unbedingt einmal verwenden sollten, erfahren Sie hier.

schwarzes Gemüse

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Gemüse muss nicht bunt und knackig aussehen, um gesund zu sein. Schwarzes Gemüse sieht zwar nicht ganz so appetitlich aus wie grüne, gelbe und rote Gemüsesorten, aber es produziert oftmals mehr wertvollere Inhaltsstoffe. Leider trug die wenig attraktive dunkle Färbung nicht allzu sehr zum Erfolg der Gemüsesorten bei, denn leuchtendes Rot und frisches Grün lässt sich nun einmal besser verkaufen.

Mit der Zeit verdrängten die neuen Züchtungen die alten, bis die schwarzen Sorten gänzlich aus der Küche verschwanden. Vor einigen Jahren haben engagierte Biobauern und Feinschmecker die Ursorten wiederentdeckt. Welche Sorten als sehr gesund gelten, erfahren Sie hier.

1. Schwarzer Mais – Black Aztek

schwarzes Gemüse MaisUrsprung des schwarzen Mais
Ursprünglich stammt der Mais aus Mittel- und Südamerika und wurde bereits vor Jahrhunderten von den indianischen Völkern als wertvolle Nahrungsquelle genutzt. Auch Bier wurde aus der stärkehaltigen Frucht gebraut. Die Sorte Black Aztek ist nur eine von vielen entstandenen Maissorten. Die dunklen Arten werden in Mittelamerika heute vorzugsweise aufgrund ihrer schnellen Reife angepflanzt.

Anspruch des schwarzen Mais
Schwarzer Mais wird in der Anbaukultur etwa 1,80 Meter hoch und bei guten Bedingungen erreichen die Pflanzen die Höhe auch in unseren heimischen Gärten. Zwar kann der Black Aztek in den ersten Wachstumsphasen auch im Haus vorgezogen werden, doch um die großen schwarzen Kolben ernten zu können, benötigen die Wurzeln mehr Platz.

Schwarzen Mais anbauen
Die Aussaat in Kübeln erfolgt ab Mitte April, wobei die Samen zwei bis drei Zentimeter in den Boden gedrückt werden müssen. Im Freiland sollten Sie bis Anfang Mai warten, denn erst bei Temperaturen um die 20°C beginnen die Maiskörner zu keimen. Mais wird im Block gesät. Auf diese Weise sind die jungen Pflänzchen erstens gegen Wind und Wetter geschützt und zweitens werden sie schneller bestäubt. Der richtige Abstand zwischen den Pflanzen beträgt idealerweise 45 Zentimeter.

Mais blüht von Juli bis September. Mit der Ernte können Sie je nach Sommer Mitte September bis Anfang Oktober beginnen.

» Tipp: Die reifen süßlich schmeckenden Maiskolben eignen sich zum Braten, Grillen oder Kochen.



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2. Schwarze Paprika – Purple Beauty

Sorten und Ansprüche der schwarzen Paprika
Schwarze Paprika gibt es in den Sorten Mavras und Purple Beauty. Die violette bis schwarze Färbung erhalten die süßen und vitaminreichen Schoten im unreifen Zustand. Die Früchte sind zunächst grün und werden durch die Sonneneinstrahlung schwarz, bis sie schließlich rot abreifen. Die robuste Purple Beauty ist sehr ertragreich und schmeckt angenehm mild.

Die kräftigen und buschigen Pflanzen werden etwa 60 Zentimeter hoch und sind allein durch ihren ungewöhnlich üppigen Fruchtstand ein ansehnlicher Hingucker. Für eine ertragreiche Ernte benötgt die schwarze Paprika viel Sonne und nährstoffreichen Boden.

Anbau der schwarzen Paprika
Die Purple Beauty wächst im Freien und im Gewächshaus. Sie können auch große Kübel auf den Balkon oder auf die Fensterbank stellen, in denen die Pflanzen ebenfalls gut gedeihen. Die Samen werden von März bis Anfang April fünf Millimeter in die Erde gedrückt und gut angefeuchtet. Die Saat benötigt eine Keimtemperatur von 18 bis 22°C. Bis sich die ersten grünen Triebe zeigen, kann es etwa 2 Wochen dauern.

Die größer blühenden Pflanzen sollten Sie alle zwei Wochen düngen. Achten Sie auch unbedingt darauf, dass die Pflanze nicht austrocknet. Bis in den Frühsommer hinein bilden sich bei guter Pflege zahllose Blüten, aus denen anschließend Schoten wachsen. Ernten können Sie die schwarze Paprika von August bis Oktober.

3. Schwarze Kichererbsen – Black Kabuli

schwarzes Gemüse KichererbsenAnwendung der schwarzen Kichererbse
Die schwarze Kichererbse Black Kabuli wird häufig in der orientalischen Küche verwendet. Auch hierzulande findet das schwarze Gemüse eine wachsende Zahl von Anhängern. Schwarze Kichererbsen sind eine sehr nährstoffreiche Delikatesse, weil sie über viel Eiweiß und Vitamine verfügen. Das feine nussige Aroma macht jedes Gericht, besonders Falafel und Hummus, zu einem exotischen Genuss.

Ansprüche der schwarzen Kichererbse
Die Black Kabuli schmeckt nicht nur, sie ist auch als üppig blühende Pflanze schön anzusehen. Die einjährige buschige Staude wird etwa 50 Zentimeter hoch und bekommt kleine, symmetrisch angeordnete Blätter. Auch die schwarze Kichererbse benötigt einen sonnigen Platz. Die zierlichen Blüten sind violett, wobei die kleinen Schoten ein bis zwei Kerne beinhalten.

Schwarze Kichererbse anbauen
Ende April beginnen Sie mit der Aussaat. Ein kalkhaltiger Schotterboden oder sandiger Lehm eignen sich für das Wachstum der Black Kabuli am besten. Wichtig sind vor allem viel Sonne und Wärme. Die Pflanze kann dabei durchaus ein paar Tage Trockenheit aushalten. Bereits im Sommer ist die Black Kabuli schon für die Ernte bereit.

» Tipp: Legen Sie die Kichererbsen für die weitere Verarbeitung und längere Haltbarkeit zum Trocknen aus.

4. Schwarzer Rettich

schwarzes Gemüse RettichUrsprung und Inhaltsstoffe des schwarzen Rettichs
Die violett blühende Pflanze heißt auch Schwarzer Winter-Rettich oder langer Schwarzer Pariser Rettich und wurde bereits vor über 2000 Jahren von den Ägyptern geschätzt. Schwarzer Rettich wurde hierzulande lange Zeit nicht mehr angebaut, bis er vor einigen Jahren durch das Engagement von Bio-Bauern eine Renaissance erfuhr. Die schwarze Wurzel kann rund oder länglich sein und erreicht dann eine Länge von bis zu 25 Zentimetern.

Die Wurzeln des Schwarzen Rettichs enthalten mehr wertvollere aseptisch wirkende Inhaltsstoffe die des Weißen Rettichs. Die Mengen an Allylsenföl, Glukoraphain, Raphanol und Senfölglykosid machen die schwarze Knolle zudem viel schärfer und geben Bakterien und Pilzen keine Chance. Vor 200 Jahren diente der Schwarze Rettich als Mittel gegen Skorbut, da er viel Vitamin C beinhaltet.

Anbau des schwarzen Rettichs
Da die Wurzeln für die Haltung auf dem Balkon oder auf der Fensterbank zu groß werden, ist nur die Zucht im Garten möglich. Da die Pflanze erst bei einer Temperatur von 15°C bis 18°C keimt, beginnen Sie mit der Aussaat erst im Juli. Ein Reihenabstand von 30 Zentimetern ist dabei optimal. Während der viermonatigen Wachstumsphase sollte der Schwarze Rettich gut gegossen werden.

5. Schwarze Möhren – Purple Haze

schwarzes Gemüse MöhreUrsprung der schwarzen Möhre
Schwarze Möhren sind im Gegensatz zu ihren orangefarbenen Schwestern die eigentliche Urform der Karotte und wurden in den letzten Jahren für Garten und Küche wieder entdeckt. Die Purple Haze zeichnet sich durch ihre charakteristische schwarz-violette Streifenzeichnung aus. Die aus dem Vorderen Orient stammende widerstandsfähige Wurzel hat einen intensiven Geschmack und macht durch die gesunden Inhaltsstoffe wie Carotin, Lycopin, Flavonoiden und Phenolsäure auch noch fit. Genau mit diesen bioaktiven Substanzen schützt sich die schwarze Möhre in der Natur selbst gegen Schädlinge und Pilze.

Anbau und Voraussetzungen der schwarzen Möhre
Die Purple Haze wird im Freiland gesät und benötigt zum Wachsen tief gelockerte, nährstoffreiche Erde. Wer keinen Garten besitzt, kann auch hohe Kübel mit einem großen Umfang verwenden. Die Pflanzen sollten an einem sonnigen Ort ihren Platz finden.

Die Aussaat erfolgt von Februar bis Anfang Juli. Hinsichtlich der Keimtemperatur ist die Pflanze recht unempfindlich. Bereits 5°C reichen aus, um die ersten Triebe zu entwickeln. Ideal wären aber 20°C. Die Samen werden in Abständen von fünf Zentimetern in die Erde gegeben und leicht angedrückt. Zu Beginn sollten die Keime immer gut feucht gehalten werden. Nach 10 bis 20 Tagen erscheinen die ersten kleinen Blättchen, die sich nach einem halben Jahr zu einer stattlichen Pflanze entwickeln.

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