Zuschüsse für Familien – Das können Sie alles beantragen

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Beginnen Sie rechtzeitig sich Anträge zu besorgen, um Zuschüsse vom Staat zu bekommen

Beginnen Sie rechtzeitig sich Anträge zu besorgen, um Zuschüsse vom Staat zu bekommen

Die Schwangerschaft ist für viele Paare eine wunderschöne Zeit. Sie sehen wie Ihr Baby im Bauch wächst und die Freude auf das Ungeborene wird immer größer. Aber gerade zum Ende der Schwangerschaft denken viele Eltern noch einmal über die finanziellen Mittel nach, die sie zur Verfügung haben. Die ein oder anderen haben Angst, dass das eigene Geld nicht für die komplette Familie reicht. Da gibt es Hilfe vom Staat. Welche Zuschüsse für Familien Sie beantragen können, erfahren Sie hier.

Die meisten wissen gar nicht, was man alles beantragen kann. Der Staat bietet Familien so viel Hilfe, dass Ihnen wirklich viel Geld durch die Lappen gehen könnte, wenn Sie es nicht beantragen.

Während der Schwangerschaft

Schon während der Schwangerschaft können Sie so einige Dinge beantragen, um Geld zu sparen.

  • Mutterschaftsgeld beantragen
    Frauen, die sich in einem Arbeitsverhältnis befinden, haben einen Anspruch auf Mutterschutzzeit. Diese Mutterschutzzeit beginnt 6 Wochen vor dem errechneten Geburtstermin und endet 8 Wochen nach der Geburt. Während dieser Zeit stehen Ihnen weiterhin Leistungen zu. Die Krankenkasse übernimmt 13,- Euro pro Tag und der Arbeitgeber den Rest des täglichen Nettogehaltes. Sie müssen lediglich eine Bescheinigung von Ihrem Frauenarzt bei der Krankenkasse einreichen, die den errechneten Geburtstermin enthält.
  • Antrag auf Babyerstausstattung
    In vielen Institutionen können Sie einen Antrag auf Babyerstausstattung stellen. Hier können Sie beispielsweise Unterstützung für den Kauf von Bettchen, Wickelkommode, Umstandsmode oder Kinderwagen bekommen. Meist ist der Betrag abhängig vom Gehalt der Eltern. Aber auch wenn Sie meinen, Sie hätten ein hohes Geld, würde ich Ihnen raten, trotzdem einen Antrag darauf zustellen. Man selbst weiß ja nie so recht, wo die Grenzen liegen. Probieren können Sie es ja. Solche Institutionen sind beispielsweise die Caritas, Kirchen, Jobcenter und Stiftungen, die Familien in Not unterstützen. Erkundigen Sie sich rechtzeitig. Nachträglich gestellte Anträge können nicht mehr genehmigt werden.

Nach der Geburt

Die meisten Unterstützungen können Sie erst nach der Geburt beantragen, da Sie dafür die Geburtsurkunde für Ihr Kind benötigen. Aber nur weil Sie es erst im nachhinein beantragen können, heißt es nicht, dass Sie sich die Anträge nicht schon vorher besorgen können. Nach der Geburt haben Sie wahrscheinlich so viel mit Ihrem Nachwuchs zu tun, dass nicht viel Zeit bleibt zu sämtlichen Ämtern zu gehen. Besorgen Sie sich die Anträge rechtzeitig und füllen Sie diese schon soweit es geht aus, so dass Sie nur noch Nachtragungen vornehmen müssen.

  • Kindergeld beantragen
    Sie bekommen für alle minderjährigen Kinder Kindergeld. Das sind derzeit für das erste und zweite Kind 184,- Euro, für das dritte Kind 190,- Euro und für die folgenden Kinder 215,- Euro. Ein Antragsformular bekommen Sie in jeder Bundesagentur für Arbeit oder hier kostenlos zum Ausdrucken.
  • Antrag auf Elterngeld
    Eltern, die nach der Geburt mit Ihrem Kind zu Hause bleiben, haben einen Anspruch auf Elterngeld. Es werden 67 Prozent von dem Durchschnittsgehalt der letzten 12 Monate berechnet. Dies entspricht dann Ihrem Elterngeld. Sie können maximal 14 Monate Elterngeld beziehen, aber nur dann, wenn beide Eltern mindestens 2 Monate in Anspruch nehmen. Wie die Zeit aufgeteilt werden soll, können Sie frei entscheiden. Wenn nur ein Elternteil in die Elternzeit geht, dann können nur 12 Monate Elterngeld bezogen wird. Die Höchstgrenze liegt bei 1.800,- Euro im Monat. Wenn Sie in den letzten 12 Monaten nicht erwerbstätig waren, steht Ihnen 12 Monate der Mindestsatz von 300,- Euro monatlich zu. Neben der Elternzeit können Sie bis zu 30 Stunden pro Woche arbeiten gehen.

    Weitere Informationen rund um das Thema Elterngeld und einen Elterngeldrechner finden Sie hier.

  • Kinderzuschuss beantragen
    Der Kinderzuschuss soll Eltern mit geringfügigem Einkommen unterstützen. Der Kinderzuschuss wird zusätzlich zum Kindergeld bezahlt. Maximal je nach Einkommen kann das ein Zuschuss von bis zu 140,- Euro sein. Für maximal drei Jahre können Sie diesen Zuschuss bekommen. Den Antrag für den Kinderzuschuss bekommen Sie ebenfalls in der Bundesagentur für Arbeit oder hier kostenlos zum Ausdrucken.
  • Antrag auf Wohngeld
    Der Wohngeldantrag hat jetzt nicht direkt mit dem Kind zu tun, aber trotzdem können Sie versuchen hierbei trotzdem noch eine staatliche Unterstützung zu bekommen. Einen Antrag für das Wohngeld bekommen Sie in Ihrem zuständigen Einwohnermeldeamt. Der Wohngeldrechner ermöglicht es Ihnen schon im Vorfeld zu gucken, ob Ihnen Wohngeld zusteht und wenn ja, wie viel. Ich würde Ihnen aber raten, auch wenn der Rechner entscheidet, sie bekommen kein Wohngeld, trotzdem einen Antrag abzugeben. Man weiß ja nie.
  • Unterhaltsvorschuss beziehen
    Für Alleinerziehende, die keine Unterhaltszahlungen des anderen Elternteils bekommen, zahlt das Jugendamt maximal für 6 Jahre einen Unterhaltszuschuss zum Kindergeld. Bei Kindern von 0-6 Jahren gibt es 117,- Euro und von 6-12 Jahren gibt es 153,- Euro.
  • Kinderfreibetrag bekommen
    Anstatt das Kindergeld zu bekommen, können Sie sich auch für den Freibetrag entscheiden. Das macht aber nur Sinn, wenn Ihr Jahreseinkommen über 60.000,- Euro liegt und somit der Kinderfreibetrag höher ausfällt als das sonst gezahlte Kindergeld. Ihr Finanzamt wird Ihnen aber sicher bei der Entscheidung behilflich sein.
  • Kinderbetreuungskosten geltend machen
    Bis zum 14. Lebensjahr des Kindes können die Kinderbetreuungskosten in der Steuererklärung geltend gemacht werden. Der Betrag liegt bei höchstens 4.000,- Euro im Jahr.
  • Begrüßungsgeld
    Viele Städte und Gemeinde zahlen für Neugeborene ein Begrüßungsgeld. Erkundigen Sie sich im Vorfeld, ob es auch in Ihrer Stadt oder Gemeinde solch ein Begrüßungsgeld gibt.
Foto1: © rupbilder - Fotolia.com

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