5 Tipps gegen Aufschieberitis bei Kindern

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Aufgaben hinausschieben heißt irgendwann einen Berg davon voll zu haben

Aufgaben hinausschieben heißt irgendwann einen Berg davon voll zu haben

„Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen!“ Diese Weisheit kennen wir alle, trotzdem ist das Aufschieben von unangenehmen Aufgaben, auch genannt „Aufschieberitis“, ein Problem, das wir alle kennen. Kaum jemand von uns kann sich völlig davon freisprechen. Ob es nun um unangenehme Hausarbeiten oder das Erledigen von Papierkram geht – es ist sehr verlockend, lästige Aufgaben nach hinten zu verschieben und bis zu einem gewissen Grad auch völlig normal. Ich habe für Sie 5 Tipps, wie Sie der Aufschieberitis bei Kindern den Kampf ansagen.

Bei der Aufschieberitis handelt es sich allerdings um eine Angewohnheit, die sich schnell einschleift, sich aber umso schwieriger wieder abtrainieren lässt. Deshalb sollten Sie bei Ihrem Kindern besonders darauf achten, dass der Hang zum Aufschieben nicht zur Regel wird.

» Tipp 1 – Organisation und Zeitmanagement lernen
Aufschieberitis stellt sich häufig durch mangelndes Zeitmanagement ein. Für Kinder ist es häufig noch schwierig, den zeitlichen Aufwand einer Aufgabe richtig einzuschätzen. Oft wird der Arbeitsaufwand unterschätzt oder einfach nicht bedacht, besonders dann nicht, wenn eine Schulaufgabe vielleicht erst in einer Woche fällig ist. Damit Ihr Kind lernt, seine Zeit sinnvoll einzuteilen, sollten Sie ihm hilfreich zur Seite stehen. Ermutigen Sie Ihr Kind, wichtige Daten und Aufgaben in einen Kalender einzutragen und sich stets ein paar Gedanken darüber zu machen, wann welche Aufgaben am besten erledigt werden sollten.

» Tipp 2 – Druck vermeiden
Mangelndes Organisationstalent bei Weitem nicht der einzige Grund für Aufschieberitis. Häufig werden nämlich nicht die kleinen, aber lästigen Aufgaben aufgeschoben, sondern die großen und wichtigen, welche einen hohen Druck verursachen. Das kann zum Beispiel das Lernen für eine Klassenarbeit sein oder die Abgabe eines Referats. Jetzt von außen noch zusätzlich Druck auszuüben, wäre kontraproduktiv, denn in den meisten Fällen leidet das Kind ohnehin schon unter einem schlechten Gewissen.

» Tipp 3 – Ermutigungen statt Vorwürfe
Deshalb ist es wichtig, dass Sie Ihr Kind ermutigen, anstatt ihm Vorwürfe zu machen, denn diese könnten bewirken, dass sich Ihr Kind noch mehr in sein Schneckenhaus zurückzieht. Viel wirksamer sind jetzt Ermutigungen. Ihr Kind muss dringend für eine Mathearbeit lernen, aber dank Aufschieberitis wird die Zeit knapp? Halten Sie es dazu an, nicht aufzugeben und helfen Sie ihm dabei, doch noch so viel Stoff wie möglich abzuarbeiten. Sollte die Arbeit ein Misserfolg werden, hat Ihr Kind hoffentlich etwas daraus gelernt – allerdings sollte es auch wissen, dass eine verhauene Arbeit kein Weltuntergang ist.

» Tipp 4 – Belohnungen wirken Wunder
Belohnungen helfen in vielen Lebensbereichen weiter – auch bei Aufschieberitis. Um Ihr Kind an ein strukturiertes Arbeiten zu gewöhnen, können Sie ruhig ein paar Bestechungen einsetzen. Wahrscheinlich haben Sie es sogar schon bei sich selbst versucht: „Wenn ich mich durch die ganze Steuererklärung gearbeitet habe, gönne ich mir ein heißes Bad und ein gutes Buch!“ Bei Kindern kann es ganz ähnlich funktionieren. Mit der Aussicht auf eine Belohnung, arbeitet es sich doch gleich viel motivierter!

» Tipp 5 – Einen eigenen Rhythmus finden
Zeigen Sie Ihrem Kind die Möglichkeiten für ein besseres Zeitmanagement auf, aber lassen Sie auch zu, dass Ihr Kind einen eigenen Arbeitsrhythmus findet. Wenn die Qualität nicht leidet, ist es prinzipiell kein Problem, wenn Aufgaben eher kurzfristig erledigt werden. Während manche Menschen den Zeitdruck geradezu brauchen, um gute Arbeit zu leisten, artet dies für andere regelrecht in Stress aus. Behalten Sie Ihr Kind im Auge und weisen Sie ihm, wenn nötig, den rechten Weg heraus aus der Aufschieberitis.

Foto1: © Hallgerd - Fotolia.com

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