Eigentumswohnung kaufen – Neubau oder Bestandsimmobilie?

Keine Kommentare »

Sie wollen eine Eigentumswohnung kaufen und wissen nicht ob es ein Neubau oder eine Bestandsimmobilie sein soll? Dann lesen Sie unsere Tipps.

Eigentumswohnung kaufen - neu oder gebraucht?


Die schon lange anhaltenden niedrigen Zinsen sind für viele Mieter Anlass zu überleben, ob sie nicht lieber die Miete in die eigene Tasche stecken und eine Eigentumswohnung kaufen sollten. Es stellt sich allerdings die Frage, ob Sie lieber eine Bestandsimmobilie kaufen, oder über einen Bauträger eine Neubauwohnung erwerben möchten.
Beide Varianten haben sowohl Vor- als auch Nachteile, die wir hier beleuchten wollen.

Eigentumswohnung vom Bauträger – Sonderwünsche inklusive

  • Einer der Vorzüge, die eine Neubauwohnung mit sich bringt, ist eindeutig die Option, hinsichtlich der Ausführung ein begrenztes Mitspracherecht zu haben. Dies berücksichtigt natürlich nicht die Änderung tragender Wände, aber Räume können durchaus noch individuell vergrößert oder verkleinert werden.
  • Planen Sie, eine Eigentumswohnung mit Gartenanteil zu erwerben, haben Sie definitiv die Möglichkeit, die Gestaltung des Gartens von Anfang an selbst vorzunehmen.
  • Sollten kleinere oder auch größere Mängel nach Bezug auftreten, ist der Bauträger in der Gewährleistungspflicht, das heißt, er muss solange nachbessern, bis der Mangel beseitigt ist.
  • Bauträger bieten häufig Finanzierungen an, welche günstiger als der Marktzins erscheinen. Das kann zwei Hintergründe haben. Entweder hat er bei einer Bank ein Kontingent an Finanzierungsmittel „eingekauft“, oder, und hier heißt es Vorsicht, der günstige Zins wurde durch einen überhöhten Kaufpreis subventioniert.
  • Neubauten haben keine bestehende Bewohnergemeinschaft. Sie können daher nicht beurteilen, wie sich die spätere Hausgemeinschaft zusammensetzen wird.

Bestandsimmobilien haben eine „Vergangenheit“

  • Gegenüber einem Neubau-Erstbezug können Sie bei einer Bestandsimmobilie erkennen, wie sich die Hausgemeinschaft zusammensetzt, und ob sie homogen ist.
  • Eventuelle Sanierungsvorhaben sind aus den Protokollen der Eigentümergemeinschaft ersichtlich, abgeschlossene Maßnahmen sind dort ebenfalls dokumentiert. Aus den Protokollen ersehen Sie ebenfalls, wie gut der Verwalter arbeitet und ob das Hausgeld und die Instandhaltungsrücklagen ausreichend kalkuliert sind.
  • Nachteilig ist, dass Sie räumliche Veränderungen in der potentiellen Traumwohnung nur schwer vornehmen können.
  • Bei der Finanzierung können Sie nicht auf vergünstigte Konditionen aus einem großen Kontingent zurückgreifen, sondern können sich die Finanzierung nur selbst auswählen.

Als Alternative bietet sich auch der Kauf einer Eigentumswohnung aus dem Bestand einer Immobilienverwaltungsgesellschaft an. Diese sanieren Wohnungen häufig, bevor sie in den Verkauf gehen. Als Käufer haben Sie in diesem Fall auch noch die Möglichkeit, auf bestimmte Gestaltungskriterien Einfluss zu nehmen. Darüber hinaus besteht in diesem Fall auch eine Gewährleistungsgarantie. Durch eine enge Kooperation mit Banken stehen auch fallweise Sonderkontingente für die Finanzierung zur Verfügung. Gleich ob Sie sich für einen Neubauerstbezug entscheiden, oder für den Erwerb einer Bestandsimmobilie – das aktuelle Zinsniveau macht den Kauf einer Eigentumswohnung auf jeden Fall sinnvoll.

Foto1: © FM2 - Fotolia.com, Foto2: © psynovec - Fotolia.com, Foto3: © kaipity - Fotolia.com

Kommentiere diese Tipps