Kaution zahlen – Diese Möglichkeiten haben Sie

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Wer für die neue Wohnung eine Kaution zahlen muss, der sollte sich vorher Gedanken darüber machen, wie er das realisiert. Schließlich gibt es mehrere Möglichkeiten.

Kaution zahlen


Ein Umzug in eine neue Wohnung ist immer mit Kosten verbunden. Ein Kostenfaktor, den wohl jeder kennt, ist die Kaution. Diese ist beim Vermieter zu leisten, damit dieser Rücklagen und damit zusammenhängend eine Absicherung im Schadensfall hat. Doch eine Kaution, die meist eine Höhe von zwei oder drei Monatsmieten hat, kann kaum jemand einfach so bezahlen.

Zunächst sollten Sie jedoch grundsätzlich erst einmal wissen, welche Formen es überhaupt gibt, um die Kaution zu zahlen, denn nicht ausschließlich eine Barzahlung ist möglich. Hier alle Formen einmal in der Übersicht.

Möglichkeiten zur Zahlung einer Kaution

Möglichkeit 1 – In bar zahlen:

Kaution bar zahlenDie einfachste Form ist die, dass der Vermieter die geforderte Summe in Bar erhält und diese aufbewahrt. Kommt es zu einem Schaden, wird die Summe entsprechend eingesetzt. Ist das nicht der Fall, erhalten Sie als Mieter die Summe nach Ihrem Auszug aus der Wohnung wieder zurück.

Bei dieser Form zahlt der Vermieter das Geld dann meist selbst auf ein Konto oder Sparbuch ein. Als Mieter selbst erhalten Sie dann lediglich eine Quittung darüber, dass Ihr Vermieter die entsprechende Summe erhalten hat.

Möglichkeit 2 – Mietkautionsversicherung:

MietkautionsversicherungDiese Möglichkeit wird auch als Kautionsbürgschaft oder Kautionsschutzbrief bezeichnet. Dabei wird nicht Bargeld, sondern eine Bürgschaftsurkunde an den Vermieter ausgehändigt. Sie als Mieter zahlen dabei eine geringe monatliche Zahlung, statt zu Beginn des Mietverhältnisses den gesamten Betrag an Ihren Vermieter zahlen zu müssen. Bei der Kautionskasse bietet sich z.B. eine solche Möglichkeit.

Möglichkeit 3 – Mietkautionskonto:

MietkautionskontoDabei wird der zu zahlende Betrag nicht an den Vermieter ausgehändigt, sondern auf ein Konto eingezahlt. Dieses steht dann für die Dauer des Mietverhältnisses dem Vermieter zur freien Verfügung, gemäß dem Falle, es würde ein Schaden in der Wohnung entstehen. Allerdings sind nur die wenigsten Banken dazu bereit, lediglich für die Mietkaution ein separates Konto zu eröffnen. Einige Banken bieten diese Möglichkeit dennoch.

Möglichkeit 4 – Bausparvertrag:

BausparvertragEinen solchen Bausparvertrag haben wohl viele Menschen. Doch diesen bei der Mietkaution einzusetzen, haben sich bis jetzt die wenigsten überlegt. Die Vorgehensweise ist dabei folgende:

Es findet eine Pfändung statt. Durch diese wird der Bausparvertrag dann für die Zeit des Mietverhältnisses auf den Vermieter übertragen. Problem dabei ist nur, dass die Bearbeitungsgebühren sehr hoch sein können und es nicht bei jedem Bausparvertrag die Möglichkeit gibt, diesen dazu zu nutzen.

Haben Sie also Interesse daran, müssen Sie sich zunächst darüber informieren, ob dies bei Ihrem eigenen Bausparvertrag überhaupt eine Möglichkeit darstellt. Diese Form ist nämlich noch recht unbekannt und wird nur selten genutzt.

Möglichkeit 5 – Tagesanleihe:

TagesanleiheAm neuesten ist wohl die Möglichkeit der Tagesanleihe. Dazu ist es notwendig, dass Sie ein Schuldbuchkonto eröffnen. Darauf werden dann alle Bundeswertpapiere aufbewahrt, die Sie zunächst einmal kaufen müssen. Es wird dann ein genauer Betrag eingetragen und auf einem Formular vermerkt, das sowohl von Ihnen als auch Ihrem Vermieter unterschrieben und dann dem Finanzinstitut zugesandt wird. Nachteil dabei ist lediglich, dass die Zinsen für die Tagesanleihe nur sehr gering sind.

Fazit:

Sparen beim Umzug ist nicht einfach. Die Mietkaution ist mit 2 – 3 Monatsmieten meist ein besonders hoher Posten. Dass Sie diesen Betrag nicht sofort parat haben müssen, beweisen die genannten Möglichkeiten. Denken Sie also vorher erst einmal in Ruhe darüber nach, welche Form der Kautionshinterlegung für Sie in Frage kommen könnte.

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