Pflanzen düngen – So machen Sie es richtig

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Damit im Garten alles prächtig gedeiht, müssen Sie Ihre Pflanzen düngen. Aber Achtung: dabei können Sie viel falsch machen. Wir erklären Ihnen hier, wie Sie dabei richtig vorgehen.

Pflanzen düngen


Das optimale Düngen von Pflanzen ist ein viel diskutiertes Thema, denn es ist nicht ganz einfach den passenden Dünger für jede Pflanze zu finden und dann auch noch richtig damit umzugehen. Es gibt jedoch zwei wichtige Regeln, die Sie unbedingt befolgen sollten.

» Regel Nummer 1:

Zum einen sollten Sie nie den trockenen Wurzelballen düngen, denn das könnte ein Verbrennen zur Folge haben.

» Regel Nummer 2:

Zum anderen sollten Sie nur im Frühling oder im Sommer düngen, wenn sich die Pflanzen im Wachstum befinden, im Winter würden sie nämlich keine Nährstoffe aufnehmen.

Der richtige Zeitpunkt für’s Düngen

Die erste Düngung sollten Sie optimaler Weise Ende Februar oder Anfang März vornehmen, wenn die Pflanzen mit dem Austreiben beginnen. Um den 24. Juni herum, dem so genannten Johannistag, können Sie dann erneut düngen, allerdings gilt auch hier das Motto, dass weniger oftmals mehr ist.

Zu anderen Zeitpunkten sollten Sie das Düngen unterlassen, denn dann verholzen die Pflanzen nicht. In der Folge sind die Triebe dann sehr weich, so dass sie auch wesentlich empfindlicher gegenüber Frost sind.

Achtung:

Wenn Sie zu stark düngen, dann kann nicht das komplette Nitrat von den Pflanzen genutzt werden und es gelangt dann auch ins Grundwasser. Bakterien können das Nitrat dann in Nitrit umwandeln, welche dann im menschlichen Organismus zu Nitrosaminen mutieren können, die als krebserregend gelten.

Welche Düngemittel gibt es?

Wenn Sie sich in den Fachhandel begeben, dann werden Sie schnell merken, dass Dünger nicht gleich Dünger ist, denn es gibt unzählige Produkte mit unterschiedlichen Inhaltsstoffen, die auf die verschiedenen Bedürfnisse der Pflanzen abgestimmt sind. Grundsätzlich unterscheidet man aber zwischen mineralischen und organischen Düngern, doch auch innerhalb dieser Produktgruppen gibt es große Unterschiede in der Zusammensetzung.

» Mineralische Dünger:

Zu den mineralischen Düngern zählen zum Beispiel die so genannten Volldünger, auch als NPK-Dünger bezeichnet, welche Kalium, Phosphor und Stickstoff enthalten. Ebenfalls zu den mineralischen Düngern gehört auch das Bittersalz.

» Organische Dünger:

Viele organische Düngemittel können Sie hingegen selbst herstellen, wie zum Beispiel Kompost oder Brennnesseljauche, oder Sie setzen einfach auf eine Gründüngung. Weitere organische Dünger sind Hornmehl, Hornspäne und eine ganze Reihe von Spezialdüngern, die es unter anderem für Beerenobst, Blumen, Rasen oder Rosen gibt.

Den richtigen Dünger auswählen

Wenn es nun um die Auswahl des Düngemittels geht, dann sollten Sie sich an der Art der Anpflanzung orientieren und an der Größe der entsprechenden Beete. Während Sie sich bei kleinen Flächen und Kübelpflanzen eher für flüssige Dünger oder Düngersalze entscheiden sollten, greifen Sie bei großen Flächen eher zu Biodünger, denn diese müssen nur aufgestreut und leicht eingearbeitet werden.

Falls es einen Spezialdünger für eine bestimmte Pflanzensorte gibt, dann sollten Sie diesem immer den Vorzug geben, denn er erfüllt die Bedürfnisse der Pflanze optimal. So sollten Sie zum Beispiel Rosen auch nur mit einem speziellen Rosendünger versorgen, wenn Sie lange Freude an diesen schönen Pflanzen haben möchten. (Linktipp: Rosen düngen – 3 verschiedene Düngemittel)

Pflanzen düngen – So machen Sie es richtig

Bei der Verabreichung des Düngemittels sollten Sie sich immer ganz genau an die Vorgaben des Herstellers halten, welche Sie auf der Verpackung finden können. Das ist wichtig, denn sonst schaden Sie Ihren Pflanzen unter Umständen sogar. Auf der Verpackung ist die genaue Dosierung für den Dünger aber in der Regel immer angegeben, sodass Sie eigentlich gar nichts falsch machen können.

Falls Sie sehr empfindliche Pflanzen Ihr Eigen nennen, dann sollten Sie eventuell auch direkt beim Hersteller anfragen, damit Sie auf keinen Fall etwas falsch machen. Das gilt natürlich auch für alle anderen Pflanzen, bei denen Sie sich unsicher sind.

Einen Dünger können Sie zudem sehr leicht überdosieren und dann besteht die Gefahr, dass die Wurzeln dauerhaften Schaden nehmen. Sie könnten sich nun theoretisch ein EC Messgerät zulegen, um damit die Leitfähigkeit des Erdbodens zu bestimmen, doch müssen Sie für dieses etwa 50,- Euro hinblättern. Sie können jedoch selbst einiges für eine optimale Bodenbeschaffenheit tun.

» Unser Tipp:

Achten Sie bereits beim Kauf der Erde darauf, dass die darin enthaltenen Grundstoffe wie Phosphor, Kalium und Stickstoff in ausgewogener und optimaler Menge enthalten sind. So können Sie auch wunderbar Dünger und Gartenerde von Anfang an aufeinander abstimmen.

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