Rückenschmerzen in der Schwangerschaft – 15 Tipps die helfen

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Regelmäßiges Schwimmen hilft bei Rückenschmerzen

Regelmäßiges Schwimmen hilft bei Rückenschmerzen

Wenn Sie unter Rückenschmerzen in der Schwangerschaft leiden sind Sie vermutlich nicht die einzige. Rund 75 Prozent der Schwangeren haben Probleme mit Ihrem Rücken und das ist auch gar kein Wunder, denn als werdende Mutter tragen Sie schließlich zehn bis zwanzig Kilogramm mehr mit sich herum. Was Sie bei Rückenschmerzen in der Schwangerschaft tun können, lesen Sie hier.

Ursachen von Rückenschmerzen
Durch das gestiegene Gewicht besonders in der Region des Bauches verändert sich auch der Schwerpunkt des Körpers. Die werdende Mutter versucht dies durch eine ungünstige Haltung auszugleichen. Hohlkreuz und Verspannungen sind die Folgen. Rückenschmerzen in der Schwangerschaft können auch noch andere Ursachen haben: Bereits wenige Wochen nach der Befruchtung schmerzen wachstumsbedingt die Bänder, die die Gebärmutter festhalten. Dieses unangenehme Ziehen kann bis in den Rücken hinein ausstrahlen.

Zudem werden durch die Schwangerschaftshormone die Gelenke, Sehnen und Bänder gelockert. Eigentlich eine von der Natur sinnvolle Maßnahme: Schließlich soll das Baby später leichter durch das enge Becken rutschen können. Doch diese gelockerten Gelenke können leider auch Rückenschmerzen verursachen, denn die Bänder und Gelenke verlieren vorübergehend an Festigkeit.

Hilfe bei starken Rückenschmerzen

  • Tipp 1: Immer hilfreich bei Rückenschmerzen ist Wärme. Sie können ein warmes Bad nehmen. Aber denken Sie daran, die Temperatur des Wassers sollte 37 Grad nicht überschreiten, denn sonst könnten Wehen ausgelöst werden. Gehen Sie maximal eine viertel Stunde in die Badewanne. Zu langes Baden ist nicht gut für den Kreislauf.
  • Tipp 2: Auch die Wärme eines Kirschkernkissens oder einer Wärmedecke könnte Linderung verschaffen. Achten Sie auch hier auf eine nicht zu heiße Temperatur.
  • Tipp 3: Neben Wärme ist natürlich auch eine Massage äußerst hilfreich. Diese sollte aber sanft ausgeführt werden, weil sie sonst Wehen auslöst. Außerdem muss der Bereich des Kreuzbeins und der Wirbelsäule ausgespart werden.
  • Tipp 4: Da sich Rückenschmerzen auch nach einem langen anstrengenden Tag einstellen können, sollten Sie sich immer wieder ausruhen und die Beine hochlegen.
  • Tipp 5: Bestimmte Gymnastikübungen helfen ebenfalls bei Rückenschmerzen. Wenn Sie beispielsweise extrem mit einem Hohlkreuz zu tun haben, ist der Katzenbuckel optimal.
  • Tipp 6: Auch Akupunkturnadeln können Linderung verschaffen. Akupunktur wirkt hervorragend gegen Verspannungen im Bereich der Wirbelsäule.
  • Tipp 7: Wenn Sie was etwas schwereres anheben, gehen Sie immer in die Hocke. Die Kraft kommt somit aus den Beinen und nicht aus dem Rücken.
  • Tipp 8: Ischias-Schmerzen sind besonders unangenehm. Sie entstehen, wenn das Baby auf den Ischiasnerv drückt. Die Schmerzen befinden sich dann im Lendenbereich und im Gesäß. Sie können aber auch bis hinunter ins Bein oder in den Fuß ausstrahlen. Hier hilft Wärme sowie die Seitenlage. Unterstützend kann ein Kissen zwischen die Beine geklemmt werden.
  • Tipp 9: Sollte sich bei den Rückenschmerzen keine Besserung einstellen oder kommen gar noch kribbelnde oder taube Gliedmaßen dazu, hilft nur der Gang zum Arzt. Es gibt inzwischen Schmerzmittel, die dem ungeborenen Kind nicht schaden.

Rückenschmerzen vorbeugen

  • Tipp 10: Nach Möglichkeit sollte die Fitness bereits vor einer Schwangerschaft trainiert werden. Um die Wahrscheinlichkeit von Rückenschmerzen in der Schwangerschaft zu verringern, genügen bereits gezielte Rückenübungen zweimal in der Woche. Hier werden die besonders beanspruchten Muskelpartien gestärkt. Falls gewünscht, können Sie sich Hilfe von einer Physiotherapeutin holen.
  • Tipp 11: In vielen Städten werden inzwischen spezielle Yoga-Kurse angeboten. Sie sind auf die Bedürfnisse von Schwangeren eingestellt.
  • Tipp 12: Sinnvoll ist auch regelmäßiges Schwimmen. Insbesondere das Rückenschwimmen hilft, den Rücken zu entlasten.
  • Tipp 13: Schweres Heben sollte für Sie in der Schwangerschaft tabu sein.
  • Tipp 14: Langes Stehen sollte nach Möglichkeit ebenfalls vermieden werden.
  • Tipp 15: Verzichten Sie bei Rückenschmerzen in der Schwangerschaft auf hochhackige Schuhe. Tragen Sie eher flache und bequeme Schuhe. Ihr Rücken wird es Ihnen danken.

Nach der Geburt – Rückenschmerzen adé?

Bei vielen Frauen enden die Rückenschmerzen mit der Geburt. Doch dies muss nicht zwangsläufig so sein. Auch in der Stillzeit ist ein schmerzender Rücken häufig ein unangenehmer Begleiter. Hier hilft es nur, beim Stillen auf eine korrekte Sitzhaltung zu achten und dabei speziell in der Schulterpartie nicht zu verkrampfen. Außerdem sollte das Baby richtig gehalten und getragen werden. Damit können Verspannungen vermieden werden und die Freude am neuen Leben überwiegt.

Foto1: © Fwed - Fotolia.com, Foto2: © Kzenon - Fotolia.com

Ein Kommentar

  1. Freya Glücksweg September 16, 2013 at 03:54 - Reply

    Hallo,

    ich könnte noch meine Lieblings-Rückenübung in Gedichtform beisteuern. :o)
    Ist vermutlich kein Allheilmittel für jede werdende Mama, darum sind all die anderen Tipps in diesem Artikel ebenso wichtig und wertvoll, aber vielleicht springt die ein oder andere werdende Mama ja auch auf meine Übungsbeschreibung in Gedichtform an und empfindet diese Übung ebenso wohltuend wie ich. :o)

    Man kann sie wahlweise LESEN:
    http://www.amazon.de/gp/customer-media/permalink/moDDRFJJ25BM4R/3842313209/?ie=UTF8&camp=1638&creative=19454&linkCode=ur2&site-redirect=de&tag=tippsnet-21

    oder auch HÖREN:
    https://www.youtube.com/watch?v=BeXHT9ar3k8&list=TL922b_SFrqBU

    Herzliche Grüße und beste Wünsche für alle werdenden Mamas
    von
    Freya Glücksweg

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