Schwangerschaftstest: 4 Fragen und Antworten

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Ein Schwangerschaftstest gibt schnell Aufschluss, ob sich ein Paar auf Nachwuchs freuen kann. Für alle Unerfahrenen hier einige wichtige Informationen zum Test.

Schwangerschaftstest


Wer sich ein Baby wünscht, wartet gespannt darauf, ob die Periode am Ende des Zyklus wohl ausbleiben wird. Doch nur das Ausbleiben der Regel allein ist nicht unbedingt ein sicheres Anzeichen für eine Schwangerschaft. Dass die Periode sich um einige Tage verspätet, kann nämlich auch zahlreiche andere Gründe haben: Stress, ein unregelmäßiger Zyklus oder auch massives Untergewicht oder Übergewicht.

Wenn Sie also auf Nummer sicher gehen und es ganz genau wissen möchten, dann sollten Sie lieber einen Schwangerschaftstest machen. Besonders, wenn Sie diesen zum ersten Mal machen, haben Sie ja sicherlich viele Fragen. Die 4 wichtigsten Fragen habe ich hier einmal notiert und beantwortet.

Schwangerschaftstest: Das sollten Sie darüber wissen

Frage 1 – Ab wann kann man einen Schwangerschaftstest machen?

Antwort:

Die meisten Tests geben an, dass man sie ab dem Ausbleiben der Periode anwenden kann. Dies sagt aber noch nichts über den genauen Zeitpunkt aus, denn der Zeitpunkt ab wann die Periode fällig ist, kann bei jedem Zyklus und generell von Frau zu Frau stark variieren.

Laut Lehrbuch dauert ein Zyklus 28 Tage. Am 29. Tag nach der letzten Periode wäre demnach die neue Blutung fällig beziehungsweise würde sie bei einer Schwangerschaft ausbleiben. Die meisten Frauen jedoch haben nicht immer oder auch nie einen Zyklus von wirklich genau 28 Tagen. Als medizinisch unbedenklich gelten alle Zyklen zwischen 25 und 35 Tagen.

» Richtigen Zeitpunkt für die Durchführung des Test ermitteln:

Wenn Sie einen Schwangerschaftstest anwenden wollen, haben Sie zwei Möglichkeiten. Sie können Ihren Berechnungen die Dauer des letzten Zyklus zugrunde legen, oder Sie müssen darauf achten, wann Ihr Eisprung stattgefunden hat. Der Eisprung ist meist um den 14. Tag des Zyklus herum. Er wird bei vielen Frauen von einem stechenden Gefühl im Unterleib oder auch von klarem Zervixschleim angekündigt, absolut sicher sind diese Zeichen aber nicht.

Den Eisprung eingrenzen können Sie auch mit einem so genannten Ovulationstest: Dieser misst im Morgenurin ein Hormon, was nur produziert wird, wenn der Eisprung kurz bevorsteht.

Generell sollte ein Schwangerschaftstest vierzehn Tage nach dem Eisprung aber eindeutig positiv anzeigen, ob es in diesem Zyklus zu einer Schwangerschaft gekommen ist.
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Frage 2 – Schwangerschaftstest trotz Periode sinnvoll?

Antwort:

Grundsätzlich ist die Periode ein sicheres Zeichen dafür, dass es in diesem Zyklus nicht mit einer Schwangerschaft geklappt hat. Bei der Periode geht die Gebärmutterschleimhaut, in die sich kein befruchtetes Ei eingenistet hat, nämlich ab. Hätte sich eine befruchtete Eizelle hier eingenistet, würde es nicht zur Periodenblutung kommen.

Aber: Ein Schwangerschaftstest kann auch bei Blutungen sinnvoll sein. Es kann nämlich in der frühen Schwangerschaft zu Blutungen kommen, die irrtümlicherweise mit der monatlichen Regel verwechselt werden. Solche Blutungen trotz Schwangerschaft können beispielsweise daher rühren, dass alles viel besser durchblutet ist und in der Nähe des Uterus ein Äderchen geplatzt ist. Aber auch ein niedriger Progesteronspiegel kann trotz einer Schwangerschaft Blutungen verursachen.

Auch erleben einige Frauen eine so genannte Einnistungsblutung. Beim Einnisten des Embryos in die Schleimhaut wird diese leicht verletzt und blutet. So erklären sich leichte Blutungen oder Schmierblutungen. Wer also ganz sicher gehen möchte, macht trotz Blutung einen Schwangerschaftstest.

Frage 3 – Welche Schwangerschaftstests gibt es und was kosten sie?

Antwort:

Man unterscheidet grundsätzlich zwei Arten von Schwangerschaftstests: Die normalen, welche lediglich Striche anzeigen, und digitale Schwangerschaftstest, bei denen Sie die Worte schwanger oder nicht schwanger im Testfenster ablesen können.

» Normale Schwangerschaftstests:

Herkömmliche Tests sind natürlich günstiger als die digitalen. In den Drogerien bekommen Sie diese etwa ab 4 Euro. Viele Frauen bestellen ihre Schwangerschaftstests aber auch im Internet, da man hier recht günstige Großpackungen kaufen kann.

Der Nachteil der herkömmlichen Tests besteht darin, dass sie in Einzelfällen nicht absolut aussagekräftig sein können. Ist Ihr hCG-Wert, also das Schwangerschaftshormon, nur sehr niedrig, sehen Sie vielleicht einen schwachen zweiten Strich. Das verunsichert viele Frauen.

» Digitale Schwangerschaftstests:

Mehr Gewissheit bringen da natürlich die speziellen digitalen Tests, welche zum Beispiel von der Firma ClearBlue (www) angeboten werden. Da bei solchen digitalen Schwangerschaftstests das Wort schwanger oder nicht schwanger erscheint, gibt es hier kein Rätselraten.

Die digitalen Tests von ClearBlue kosten beispielsweise knapp 8 Euro. Das ist doppelt so teuer wie die normalen Schwangerschaftstests, dafür sind die digitalen Tests aber eindeutiger.

Frage 4 – Wie zuverlässig sind Schwangerschaftstests?

Antwort:

Die meisten Hersteller geben an, dass ihre Schwangerschaftstests in Laboruntersuchungen Zuverlässigkeitswerte von über 99 Prozent erreichen konnten. Das bedeutet, dass von 100 Frauen maximal eine Frau ein falsches Ergebnis bekommen hat. Unzuverlässig sind Schwangerschaftstests insbesondere dann, wenn Sie zu früh testen.

» So funktioniert ein Schwangerschaftstest:

Ein Test misst im Morgenurin das Hormon hCG (humane Choriongonadotropin). hCG wird nur bei einer Schwangerschaft gebildet und ist somit ein eindeutiges Schwangerschaftsanzeichen. Der hCG-Wert braucht aber eine Weile, um sich aufzubauen. Etwa 14 Tage nach Eisprung ist bei einer intakten Schwangerschaft wie bereits erwähnt der Wert in aller Regel so hoch, dass der Test dies auch erfassen und positiv anzeigen kann.

» Frühtests können irreführend sein

Manche Schwangerschaftstests können Sie aber auch bereits vier Tage vor Ausbleiben Ihrer Periode verwenden. Dies setzt aber natürlich voraus, dass Sie Ihren Zyklus entsprechend gut kennen und auch sicher sagen können, wann Ihre Periode einsetzen müsste.

Solche Frühtests sind sehr sensibel und können auch sehr geringe Mengen hCG im Urin nachweisen. Dennoch müssen Sie hierbei eines beachten: Es kommt oftmals zu einer Befruchtung und auch zu einer kurzen Einnistung, die dann aber nicht hält. Das bedeutet, dass etwas mit der befruchteten Eizelle nicht in Ordnung war und die Natur hier eine Selektion betrieben hat. Zwar hat sich vielleicht schon minimal hCG gebildet, welches auch durch einen Frühtest nachgewiesen werden könnte, dennoch ist die Schwangerschaft womöglich nicht intakt und bald setzen Blutungen ein.

Wenn Sie sehr früh testen, dann müssen Sie also immer damit rechnen, dass womöglich doch noch Ihre Periode einsetzt. Die ersten Tage einer Schwangerschaft sind nämlich immer die kritischsten. Jeder Tag mehr erhöht aber die Chance deutlich, dass der Embryo sich fest einnistet und die Schwangerschaft bestehen bleibt.

Tipp:

Frühe Tests bieten aber auch die Chance, dass Sie bei bekannten Problemen wie Progesteronmangel sehr frühzeitig zum Arzt gehen können, um mit entsprechenden Medikamenten die Schwangerschaft zu stabilisieren. Wenn also Probleme bekannt sind, dann kann solch ein Frühtest also durchaus sehr sinnvoll sein.

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