Wasser in der Schwangerschaft – 9 Tipps die helfen

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Wasser in den Beinen ist ein leidiges Thema vieler Schwangeren. Es drückt einfach an vielen Stellen. Was gegen Wasser in der Schwangerschaft hilft, erfahren Sie hier.

Wasser in der Schwangerschaft - Bewegung lindert Beschwerden

Wasser in der Schwangerschaft – Bewegung lindert Beschwerden

Gerade Frauen, die bei heißen Temperaturen die Schlussphase der Schwangerschaft durchmachen, leiden an Wasser. Oft klagen die Schwangeren über dicke Beine und Knöchel, einem aufgeplusterten Gesicht und ab und an auch über aufgequollene Hände und Finger, bei denen sich nicht einmal mehr der Ring entfernen lässt. Ich kann Sie beruhigen, neben Ihnen leiden auch noch viele viele andere Frauen an diesen Wassereinlagerungen.

Lesen Sie hier, woher das viele Wasser plötzlich kommt, wie sich die Beschwerden lindern lassen und wie Sie dem Wasser in der Schwangerschaft den Kampf ansagen können.

Ursachen für die Wassereinlagerungen

Das Wasser in den Beinen ist nicht von Anfang an da, sondern kommt meist erst gegen Ende der Schwangerschaft. Dadurch das die Gebärmutter immer größer wird und mit der Zeit immer stärker auf das Becken drückt, wird es dem Blut erschwert zurückzufließen. Das Bindegewebe ist sehr nachgiebig und somit sammelt sich dort das Wasser. Sie haben sicherlich schon an sich beobachtet, dass die Beine und Knöchel morgens noch relativ normal aussehen und erst zum Ende des Tages richtig geschwollen sind. Zu langes Stehen und zu heiße Temperaturen können dafür die Ursache sein.

Achtung!!! Wenn neben den Wassereinlagerungen bei Ihnen auch Schwindelgefühl, Kopfschmerzen, Ohrensausen oder Schmerzen in der oberen Bauchgegend auftreten, sollten Sie dringend Ihren Arzt oder Hebamme aufsuchen. Dies sind Anzeichen für eine Schwangerschaftsgestose, die eine Lebensbedrohung für Sie und Ihr ungeborenes Kind darstellen kann.

Wasser in der Schwangerschaft vorbeugen

Damit sich bei Ihnen die Beschwerden der Wassereinlagerungen in Grenzen halten, können Sie diesen vorbeugen.

  • Tipp 1: Verbringen Sie viel Zeit an der frischen Luft. Gehen Sie spazieren oder fahren Sie wenn möglich mit dem Rad. Bewegung ist ganz wichtig. Bevor Sie vor Erschöpfung zusammenbrechen, sollten Sie zwischendurch immer kleine Pausen einlegen.
  • Tipp 2: Schwimmen ist für Schwangere wahrscheinlich die beste und erholsamste Sportart. Das liegt daran, dass Sie das eigene Körpergewicht im Wasser so gut wie nicht spüren. Neben der Bewegung tun Sie auch Ihrem Rücken was gutes, gerade wenn Sie in der Schwangerschaft an Rückenschmerzen leiden.

Beschwerden bei Wassereinlagerungen lindern

Wenn Sie Wasser in den Beinen haben, müssen Sie sich aber nicht bis zum Ende der Schwangerschaft damit herumquälen. Hier gilt es jetzt alles zu tun, um die Beschwerden zu lindern.

  • Tipp 3: Denken Sie nicht, dass Sie aufgrund der Wassereinlagerungen nicht mehr so viel Trinken müssen. Das wäre absolut falsch. 2,5 bis 3 Liter Flüssigkeit am Tag sollten Sie immer zu sich nehmen. Somit regen Sie den Stoffwechsel an und sorgen dafür, dass Ihr Blut nicht verdickt und dadurch Wasser im umliegenden Gewebe ansetzt. Hier sind Wasser, Fruchtsaftschorlen und Brennnesseltee besonders zu empfehlen.
  • Tipp 4: Essen Sie viel Obst und Gemüse um die Beschwerden zu lindern. Diese schwemmen die Wassereinlagerungen aus. Besonders geeignet dafür sind Kartoffeln mit Schale, Spargel, Ananas und Gurken. Sorgen Sie außerdem für eine eiweißhaltige Ernährung. Dazu gehören besonders Milch, Joghurt und Käse. Verzichten Sie nicht darauf, Ihr Essen zu salzen, wie es früher von Ärzten empfohlen wurde.
  • Tipp 5: Wenn die Beschwerden einmal so stark sind, können Sie einen Reis- oder Kartoffeltag einlegen. Einen ganzen Tag lang sollten Sie sich dann von gekochtem Reis mit etwas Salat und Kräutern ernähren. Das gleiche gilt auch für Kartoffeln. Diese sollten Sie dann aber mit Schale kochen. Auch hier dazu ein paar frische Kräuter und Sie werden sehen, dass die Beschwerden ganz schnell vorbei sind.
  • Achtung: Diese Art von Ernährung gilt nur mal für einen Tag. Legen Sie nicht jeden Tag einen solchen Kartoffel- oder Reistag ein. Sie müssen sich in der Schwangerschaft ausgewogen ernähren.
  • Tipp 6: Gönnen Sie sich ab und an ein Vollbad bei einer Temperatur von ungefähr 37 Grad. Genießen Sie diese Auszeit gerade am Ende der Schwangerschaft lieber einmal mehr. Wenn Sie dem Wasser ein bisschen Meersalz zugeben, erzielen Sie umso schneller die Linderung.
  • Tipp 7: Auch häufige Wechselduschen sind gut dafür geeignet, die Beschwerden zu lindern. Nebenbei erzielen Sie noch den Effekt, dass Sie damit Schwangerschaftsstreifen vorbeugen. Wenn Sie mich fragen, ein wichtiger Grund das kalte Wasser ab und an mal über sich ergehen zu lassen.
  • Tipp 8: Wenn Sie das erste Mal schwanger sind, empfehle ich Ihnen, wann immer Ihnen danach ist, die Beine einfach mal hochzulegen. Lange Zeit danach werden Sie nicht mehr so oft die Möglichkeit dazu haben. Gerade ab dem zweiten Kind müssen Sie sich ja immer um das erste kümmern und haben meist nur dann die Möglichkeit, wenn dieses im Bett ist.
  • Tipp 9: Wenn Ihre Beschwerden sehr akut sind, kann es manchmal auch von Vorteil sein, Stützstrümpfe zu tragen. Diese können Sie sich von Ihrem Arzt verschreiben lassen. Gerade bei längerem Stehen bieten diese sich hervorragend an.
Foto1: © detailblick - Fotolia.com

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