Vliestapete tapezieren – Schritt für Schritt Anleitung zeigt wie es geht

Zeit für einen Tapetenwechsel? Hier erfahren Sie, wie Sie moderne Vliestapete tapezieren – inklusive Materialliste und einfacher Schritt-für-Schritt-Anleitung.

Vliestapete tapezieren – Einfahe Schritt für Schritt Anleitung
Vliestapete tapezieren: Einfach erklärt. | © contrastwerkstatt/ stock.adobe.com

Moderne Tapete für Wohnräume

Inzwischen gehen die Wohn- bzw. Wandgestaltungstrends ganz klar weg vom einfachen Raufaser-Weiß. Stattdessen bestimmen kräftige Farben und Muster die Raumgestaltung. Oft in auffälligen Formen. Dabei sind Retro-Muster im Stil der 1970er-Jahre wieder voll im Trend. Genauso wie einfarbige Wände, die dann mit Mustertapeten einen besonderen Akzent bekommen.

Passend dazu werden einfache Papiertapeten heute mehr und mehr von modernen Vliestapeten verdrängt. Denn ihre Oberfläche gibt einem Raum das gewisse Extra. Sie sorgt für eine behagliche Atmosphäre. Ob Streifen oder Blümchen, das Tapezieren einer Vliestapete ist nicht schwer, wenn man einige Dinge beachtet. Los gehts mit meiner Schritt-für-Schritt-Anleitung.

Vliestapete tapezieren: Vorbereitung

Ohne Material gehts natürlich nicht. Doch das Gute an Vliestapeten ist, dass man keine Kleistermaschine benötigt. Die Tapeten werden direkt an die eingestrichene Wand geklebt. Wie viele Rollen Sie brauchen, ermitteln Sie ganz leicht mit einem Tapetenrechner.

Wichtig: Achten Sie beim Kauf der Tapete auf die gleiche Rollennummer! Tapeten aus unterschiedlichen Produktionsabläufen können Farbunterschiede aufweisen.

❱ Materialliste

Zum Kleistern wird spezieller Vlieskleber verwendet. Das Anrührverhältnis entnehmen Sie der Verpackung. Außerdem benötigen Sie noch Spachtel, eventuell Spachtelmasse (wie Rotband), um Unebenheiten auszugleichen, natürlich die Vliestapete selbst und:





  • Leiter
  • Quast / Malerbürste
  • Perforierwalze
  • Zollstock
  • Bleistift
  • Cuttermesser
  • Nahtroller
  • Senklot oder Kreuzlinienlaser
  • Vlieskleister
  • Tapetenabreißer
  • Malerbürste
  • Glättkelle
  • Malerkrepp
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⚠ Sicherheitshinweis: Vor Beginn der Tapezierarbeiten unbedingt den Strom abschalten!

❱ Alte Tapete entfernen

Befinden sich noch alte Tapeten an den Wänden, dann werden diese entfernt. Am besten geht das mit klarem Wasser, dem ein bisschen Spülmittel beigesetzt wird.

Tapete mit einer Igelwalze perforieren. Dann Lösung mehrmals auf alte Tapete sprühen oder mit einem Quast (dicker, bürstenartiger Pinsel), den Sie in den Wassereimer tauchen, auftragen. Lange einweichen lassen.

Mit einem Spachtel wird anschließend Bahn für Bahn entfernt. Beginnen Sie immer von unten nach oben, so lassen sich große Tapetenstücke leichter mit der Hand abziehen.

Sind alle Tapetenreste entfernt und Löcher oder Risse sichtbar, müssen diese ausgeglichen werden. Dazu wird gespachtelt, was allerdings etwas handwerkliches Geschick erfordert. Wie es funktioniert, zeigt diese Videoanleitung:

Nachdem die Spachtelmasse getrocknet ist, werden die entsprechenden Stellen geschliffen. Profis benutzen dazu eine sogenannte Giraffe. Es wäre aber unsinnig, sich für den Heimbedarf extra ein solches Gerät anzuschaffen.

Tipp: Vielleicht verleiht Ihr Baumarkt vor Ort eine? Wenn nicht, arbeiten Sie mit Sandpapier. Hierbei gilt: Je größer die Körnung, desto feiner ist das Papier. Also, je höher die Körnungszahl, desto feiner wird die Wand.


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Anleitung Vliestapete tapezieren

Sind die Wände glatt wie ein Babypopo geht es mit dem Grundieren weiter. Dazu benötigen Sie Tapeziergrund aus dem Baumarkt (meistverwendet: Metylan). Die Grundierung nach Packungsvorschrift verwenden und gleichmäßig auf alle Wände streichen. Der Untergrund wird damit optimal für die Vliestapete vorbereitet, sprich gefestigt und die Saugfähigkeit reguliert.

Nachdem alle Vorbereitungen abgeschlossen sind, geht es nun endlich ans Tapezieren der Vliestapete. Dass im Vorfeld Rahmen von Fenster und Türen abgeklebt und der Fußboden mit Malervlies oder Malerfolie geschützt werden muss, versteht sich von selbst!

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Bei Mustertapeten müssen Sie auf die Übergänge achten. © vipman4/ stock.adobe.com

Das Mischungsverhältnis des Vlieskleisters finden Sie auf der Verpackung. Wichtig ist: Zuerst Wasser in den Eimer, dann den Kleber hinzu, alles gut verrühren. Das Gute an Vliestapete ist, dass Sie direkt an die Wand geklebt werden kann. Vorheriges Einschmieren ist nicht notwendig.

So verfahren Sie nun Bahn für Bahn, bis das komplette Zimmer mit der Vliestapete tapeziert ist. Bei Mustertapeten müssen Sie auf den richtigen Ansatz achten – versetzt oder gerade. Wie geklebt werden soll, ist auf der Umverpackung der Tapete angegeben.

Fazit: Vliestapete tapezieren

Vliestapete tapezieren ist auch ohne Erfahrung gut machbar – wenn Vorbereitung, Materialien und Ausrichtung stimmen. Nehmen Sie sich Zeit für einen glatten Untergrund, arbeiten Sie Bahn für Bahn sauber und schneiden Sie die Kanten präzise. So sitzt die Tapete blasenfrei, die Nähte fallen kaum auf und das Ergebnis wird Sie am Ende überzeugen.

Tipps von Dagmar

Dagmar gehört zum Team von Tipps.net. Fechten und Fotografieren gehören zu ihren liebsten Hobbys. Wenn es aber darum geht Tipps zum Besten zu geben, ist sie in den Bereichen DIY und Gesundheit nicht mehr zu stoppen.

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