Altersarmut in Deutschland– Wie Frauen mit staatlicher Förderung vorbeugen können

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Die Altersarmut in Deutschland steigt zunehmend. Frauen sind davon besonders betroffen. Gegen Altersarmut können sie aber vorbeugen. Meine Tipps lesen Sie hier.

Altersarmut Deutschland

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Eine gemeinsame Studie der Sparkassenversicherung und des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) haben in Bezug auf Altersarmut eine erschreckende, eigentlich bekannte Tatsache bestätigt.

In Deutschland beziehen in der Gruppe der über 65-Jährigen über 400.000 Menschen Grundsicherung.

Zwei Drittel davon sind Frauen, von denen wiederum nur 40 Prozent Bezieherinnen einer Männerrente sind.

Altersarmut bei Frauen

Erziehung und Pflege

Die Gründe für den höheren Anteil der Frauen in der Gruppe der Bezieher von Grundsicherung liegen auf der Hand. Während Männer nach wie vor klassisch der Haupternährer einer Familie sind, werden das Berufsleben und der Karriereweg einer Frau häufig durch die Mutterschaft unterbrochen.

Zunehmend führt die Pflege von Angehörigen in späteren Jahren zu einem erneuten Ausscheiden aus dem Berufsleben. Diese beiden Faktoren sind die ersten Elemente, die zu einer geringeren Altersrente führen.

Geringere Bezahlung

Auch die ungleiche Bezahlung für die gleiche berufliche Tätigkeit ist ein Grund. Nach wie vor verdienen Frauen rund 20 Prozent weniger als Männer. Eine Rückkehr von Frauen in das Berufsleben führt häufig über einen Minijob, dessen Auswirkungen auf die Rente eher symbolischen Charakter haben.

Dazu kommt, dass fast jede zweite Ehe inzwischen geschieden wird. Trotz aller Harmonie sollten Sie sich als Frau nur auf sich selbst verlassen. Versorgungsausgleich hin oder her – es gibt eine weitere Rentenlücke. Als Frau müssen Sie auf jeden Fall eigenständig vorbeugen.



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Riester als Einstieg zur eigenen Altersversorgung

Trotz aller Diskussionen über die Riester-Rente zeigt sich die staatlich geförderte Vorsorge als idealer Einstieg in eine Altersversorgung für nicht-berufstätige oder in einem Minijob beschäftigte Frauen.

  • Ihr Ehemann ist berufstätig und Sie managen als Hausfrau den Haushalt? Nutzen Sie die mittelbare Berechtigung für die Zulage aus der Riesterförderung. Für nur 60 Euro Jahresbeitrag erhalten Sie staatliche Zulagen in Höhe von 154 Euro jährlich. Für jedes Kind schreibt der Staat ihrem Riestervertrag noch einmal 185 Euro pro Jahr gut.

    Bei zwei Kindern sieht die Berechnung der Förderung folgender maßen aus:

Eigenkapital 60,00 Euro
Eigene Förderung 154,00 Euro
Förderung für 2 Kinder 370,00 Euro (185,00 Euro pro Kind)
Summe 584,00 Euro

Die Förderquote beträgt in diesem Fall 89,73 Prozent – geschenktes Geld, mit dem Sie einen Sockel zu einer eigenen Versorgung legen können.

  • Arbeiten Sie im Rahmen eines Minijobs? In diesem Fall können Sie, losgelöst von ihrem Ehepartner, einen eigenständigen Riestervertrag abschließen. Aufgrund der staatlichen Förderung bleibt es auch in diesem Fall bei dem Mindestbeitrag von 60 Euro pro Jahr für Sie.

Betriebliche Altersversorgung bei Festanstellung nutzen

Wenn Sie in einem festen Angestelltenverhältnis stehen, sollten Sie auf jeden Fall die Betriebliche Altersversorgung nutzen. Sie können jährlich bis zu vier Prozent der Beitragsbemessungsgrenze zur gesetzlichen Rentenversicherung als Beitrag in eine Betriebsrente einbezahlen.

Die Beiträge werden aus dem Bruttoeinkommen entrichtet und senken somit das steuer- und sozialversicherungspflichtige Einkommen. Dementsprechend hoch ist die indirekte staatliche Förderung.

In der Spitze erzielen Sie eine Beteiligung der öffentlichen Hand von bis zu 90 Prozent. Subventionierte Möglichkeiten, einer drohenden Altersarmut als Frau zu entgehen, gibt es durchaus. Sie müssen sie nur nutzen.

Foto1: © Ramona Heim - Fotolia.com

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