Stress beim Tierarzt vermeiden – 5 Tipps

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Ein Tierarztbesuch kann eine anstrengende Sache sein. Wir haben Tipps zusammengestellt, wie Sie mit Ihrem Tier trainieren und so Stress beim Tierarzt vermeiden können.

Trainieren Sie mit Ihrem Tier

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Tierarztbesuche sind für Mensch und Tier ein Graus

Besuche beim Tierarzt können sowohl für Tiere als auch für ihre Besitzer zu einem echten Stressfaktor werden. Selbst bei eigentlich harmlosen Routineuntersuchungen oder Impfterminen löst der Tierarztbesuch oft Angst und Schrecken aus.

Käfigtiere merken schnell, dass etwas im Argen liegt und verstecken sich in der hintersten Ecke ihres Domizils, Hunde winseln und ziehen ihre Ruten ein und Katzen bekommen nicht selten schon beim bloßen Anblick ihrer Transportbox das Grausen. Es gibt jedoch Wege, mit denen sich Tierarztbesuche angenehmer gestalten lassen – für das Tier und auch für Sie. Halten Sie sich einfach an die nachfolgenden Tipps.

Stress beim Tierarzt vermeiden – 5 Tipps

Tipp 1 – Was Hänschen nicht lernt…
Der sicherste Weg, um Stress beim Tierarzt zu vermeiden, ist eine langsame Gewöhnung – und zwar von klein auf. Gerade bei Hunden zahlt es sich aus, wenn Sie bereits im Welpenalter immer einmal wieder beim Tierarzt vorbeischauen, auch ohne, dass tatsächlich eine Behandlung stattfindet. Auf diese Weise gewöhnt sich Ihr Hund an die Räumlichkeiten und Gerüche und verbindet die Tierarztpraxis nicht sofort mit negativen Erfahrungen.

Ähnliches gilt für Katzen. Neugierige Katzenkinder sind noch für alles offen und lassen sich an Transporte noch leicht gewöhnen. Stellen Sie auf jeden Fall sicher, dass Ihr Kätzchen die Transportbox auch mit angenehmen Dingen verbindet.

Tipp 2 – Negative Erfahrungen aufschieben
Wichtig ist dabei auch, dass der erste Tierarztbesuch nicht sofort eine schmerzhafte Behandlung wie eine Impfung oder das Einsetzen eines Chips beinhaltet. Ideal ist ein kurzer Besuch, bei dem der Tierarzt Ihr Tier einfach durchcheckt und ihm sonst hauptsächlich Streicheleinheiten zuteil werden lässt.

Noch weniger Stress gibt es in der Praxis, wenn Sie mit Ihrem Tier zu Hause schon ein wenig üben. Ist Ihre Katze, Ihr Hund oder Ihr Kaninchen zum Beispiel bereits daran gewöhnt, Krallen und Zähne kontrolliert zu bekommen, wird es beim Tierarzt weniger Angst verspüren.

Tipp 3 – Der Transport
Viele Katzenhalter kennen es: Auch ohne Negativerfahrung ist es für die Katze – und damit auch für ihre Besitzer – der blanke Horror, den Transportkorb zu besteigen. Ist die Angst erst einmal da, ist die Bekämpfung durchaus schwierig. Wenn möglich, sollten Sie vermeiden, die Katze mit Gewalt in die Box zu stecken.

Im Notfall muss es manchmal natürlich schnell gehen. Wenn Sie aber die Zeit haben, warten Sie am besten ab, bis Ihre Katze von allein im Transportkorb verschwindet. Das kann einige Zeit dauern und wenn es soweit ist, müssen Sie schnell reagieren. Dabei aber bitte nicht hektisch reagieren. Sie könnten sonst Ihre Katze vertreiben.

Gestalten Sie die Box einladend mit einer weichen Schmusedecke und ein paar Leckerlis! Auch spezielle Pheromone, die im Fachhandel zu haben sind, können zur Entspannung beitragen. Locken Sie Ihren Stubentiger auch ab und zu in den Korb, wenn kein Arztbesuch ansteht. Auf diese Weise wird Ihre Katze die Box nicht automatisch mit dem Tierarzt in Verbindung bringen. Sie werden sehen, dass solche Trockenübungen durchaus Erfolg versprechen. Ein Umzug mit Katzen oder aber eine Reise sind dann auch nicht mehr so problematisch.

Tipp 4 – Zu viel Mitleid schadet nur
Ganz gleich, wie sehr Bello jault oder wie jämmerlich Minka miaut – verhalten Sie sich am besten ganz normal und reden Sie Ihrem Tier nicht mehr zu als sonst auch. Da Ihr Haustier den Sinn Ihrer Worte nicht versteht, könnte es sich anderenfalls in seinem Wehklagen bestärkt fühlen. Loben Sie Ihr Tier, wenn es sich ruhig verhält und bemühen Sie sich selbst, niemals genervt oder aggressiv zu klingen.

Tipp 5 – Herrchen und Frauchen als Vorbild
Jeder Haustierhalter weiß, dass sich die eigene Stimmung stark auf das Tier übertragen kann. Genau aus diesem Grund sollten Sie sich möglichst entspannt geben. Versuchen Sie, sich selbst zu beruhigen und Ihren Puls unten zu halten. Achten Sie auch auf kleine Details, die Ihre Gemütslage verraten könnten, so zum Beispiel verkrampfte Hände, eine angespannte Haltung oder feine Nuancen in Ihrer Stimme.

Sprechen Sie betont ruhig und gelassen mit Ihrem Tier, damit es nicht von Ihrer eigenen Nervosität angesteckt wird. So manches Tier wäre von sich aus weniger nervös, wenn das Verhalten von Herrchen oder Frauchen nicht so beunruhigend anmuten würde.

Haustiere sind für Kinder zudem meist das Ein und Alles. Wenn Ihr Kind also genauso viel Angst hat wie das Haustier, dann sollten Sie also auch Ihr Kind beruhigen und erklären, was genau der Tierarzt macht und warum. Ist Ihr Kind sehr verängstigt, dann spürt das nämlich auch Ihr Haustier.

Foto1: © Tyler Olson - Fotolia.com

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