Bitcoins für Anfänger erklärt – Das sollten Sie über die Kryptowährung wissen

In den letzten Jahren hört man immer wieder das Wort “Bitcoin”. In unserem Guide für Anfänger erfahren Sie, was sich hinter dieser Kryptowährung verbirgt.

Bitcoins für Anfänger erklärt
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Wer es bis jetzt noch nicht wusste: Kryptowährungen wie zum Beispiel der Bitcoin stellen digitale Zahlungsmittel dar. Die entsprechenden Zahlungsdaten, die den digitalen Währungen zugrunde liegen, werden dabei auf Basis des Prinzips der Kryptografie übertragen. Hierbei handelt es sich wiederum um einen Wissenschaftsbereich, der sich mit der Verschlüsselung von Daten befasst. Digitale Zahlungsmittel, wie eben der Botcoin, ermöglichen in diesem Zusammenhang die Transferierung von geldlichen Mitteln über das Internet – und zwar auf anonyme Art und Weise.

Nachfolgend wollen wir Ihnen nun einmal die bisweilen berühmteste und erfolgreichste Digitalwährung – die Bitcoin-Kryptowährung – einmal etwas genauer erklären.

Dieses System steckt hinter der Bitcoin-Kryptowährung

Bereits seit 2009 auf dem Markt, stellt die Bitcoin-Kryptowährung die aktuell erfolgreichste und größte Digitalwährung auf dem Markt dar. Sie verfügt über eine Marktkapitalisierung in Höhe von rund 175 Milliarden US-Dollar (Stand: Mai 2020). Um es genau zu verstehen: Ein “Bit” ist die kleinste Speichereinheit im Computer. Übersetzt bedeutet der Bitcoin-Begriff also so viel wie “digitale Münze”. Die kleinste Bitcoin-Einheit wird zudem Sathoshi genannt und erhielt ihren Namen von Satoshi Nakamoto, dem Erfinder der Bitcoin-Kryptowährung.

Der Prozess des Schürfens (englisch: Mining) bezeichnet den Entstehungsprozess einer Einheit. Hier werden die einzelnen Münzen durch das Lösen kryptografischer Rechenaufgaben durch spezielle Software-Anwendungen geschaffen. Rund 18,4 Millionen Coins der auf 21 Millionen Stück begrenzten Digitalwährung wurden bisweilen geschürft. Ähnlich wie die Aktienkurse von Unternehmensanteilen verfolgt auch die Bitcoin-Kryptowährung die grundsätzlichen Preisbildungen der Börse.

Die digitalen Münzen können Sie sowohl zum Bezahlen im Internet als auch als Kapitalanlage nutzen. Das Besondere daran: Im Gegensatz zu regulären Zahlungsmitteln unterliegen Digitalwährungen wie zum Beispiel die Bitcoin-Kryptowährung keinerlei Überwachung der Zentralbanken. All das nachfolgend noch einmal in einem Video zusammengefasst:

Hier können Sie Bitcoins kaufen

Digitale Zahlungsmittel wie zum Beispiel die Bitcoin-Kryptowährung können Sie auf Kryptowährungsplattformen kaufen. Diese können Sie sich als eine Art Tauschbörse oder Trading-Plattform für Digitalwährungen verschiedenster Ausprägung vorstellen. Indem Sie sich hier einen eigenen Account anlegen und monetäre Mittel in Form einer realen Bezugswährung (Euro, US-Dollar, britisches Pfund usw.) einzahlen, können Sie im Tausch gegen die Bezugswährung entsprechend Bitcoin-Einheiten oder andere Krypto-Coins dafür kaufen. Zudem können Sie die hier gekauften Coins auch wieder zum tagesaktuellen Kurs verkaufen.

Eine Kryptowährungsplattform integriert in aller Regel auch eine individuelle Krypto-Wallet pro Nutzer, in der die etwaigen Coins aufbewahrt werden können. Dabei handelt es sich also um einer Art Online-Geldbörse, in der Sie Ihre Bitcoin verwalten können. Ferner ist es möglich, Coins von einer Kryptowährungsplattform ausgehend auf andere Plattformen oder Wallets zu transferieren. Eine alternative Möglichkeit, am Handel von digitalen Währungen teilzuhaben, sind Krypto-CFDs, bei dem es sich um einen Kontrakt auf den Kurs der Bitcoin-Kryptowährung handelt. Über diese können Sie auf die Kursentwicklung (also auf steigende und auch auf fallende Kurse) der jeweiligen, digitalen Währung spekulieren.

So können Sie Bitcoins für verschiedene Vorgänge nutzen

Um digitale Coins wie zum Beispiel die Bitcoin-Kryptowährung für das Online-Shopping, zur Kapitalanlage (sprich als alternative Geldanlage) sowie für sonstige Vorgänge im Netz nutzbar zu machen, müssen Sie sich zunächst eine individuelle Bitcoin Wallet (Geldbörse) anschaffen. Auf dieser können Sie dann gekaufte Coins aufbewahren oder von hier aus auf andere Kryptohandelsplattformen oder Krypto-CFD-Broker-Accounts transferieren. Die gekauften Coins können Sie also grundsätzlich für den Bezug von Waren oder Dienstleistungen im Netz nutzen.

So steht es um die Sicherheit des Bitcoin

Bitcoin Wallet
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Die Bitcoin-Kryptowährung bietet ein hohes Maß an relativer Sicherheit, da diese verschlüsselt arbeitet und dezentralisiert agiert. Die einzelnen Transaktionen im Bitcoin-Netzwerk können so von Dritten weder nachvollzogen, noch missbraucht werden. Zum Schutz der persönlichen Daten gilt es aber auch Acht auf die individuelle Sicherheit zu legen. Denn nur, weil die Bitcoin-Kryptowährung als sicher eingestuft werden kann, muss es die entsprechende Bitcoin Wallet noch lange nicht sein. Hier empfiehlt sich zum Aufbewahren der eigenen Coins zum Beispiel eine externe Wallet (oder Bitcoin-Hardware-Wallet), bei der es sich um eine Art USB-Stick für die Aufbewahrung digitaler Coins handelt. Diese sind vom Netz abgekoppelt und erlauben Hackern somit keinerlei Zugriff auf die eigenen Coins.

Ein weiterer wichtiger Punkt: Da es sich bei der Krypto-Branche um eine vergleichsweise junge Branche, ohne entsprechende Regulierungsmechanismen und einen hohen Grad an Anonymisierung handelt, sollten Sie vorsichtig sein. Denn auch hier gibt es natürlich viele schwarze Schafe. Dementsprechend sollten Sie sich im Vorfeld genau über die jeweilige Handelsplattform informieren. Die Website Kryptoszene.de kann hier beispielsweise als Anhaltspunkt dienen, denn sie prüft neutral und ehrlich Anbieter in der Krypto-Branche und warnt dementsprechend auch vor Krypto-CFD-Broker wie Bitcoin Era. Bei dieser Plattform empfiehlt Kryptoszene.de zum Beispiel, nicht mehr als die Mindesteinzahlung vorzunehmen, da Bitcoin Era keine Lizenzen oder ähnliche Berechtigungen hat. Es lohnt sich also vor dem Handeln ein wenig Zeit in die Recherche zu investieren, um nicht unnötig Geld zu verlieren.

Diese Alternativen gibt es zur Bitcoin-Kryptowährung

Kryptowährungen
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Neben der Bitcoin-Kryptowährung, bei der es sich um die Hauptkryptowährung schlechthin handelt, gibt es aber noch verschiedene, andere Kryptowährungen. Bisweilen gibt es weltweit über 4.000 unterschiedliche Krypto-Coins. Und die Tendenz zu weiteren Coins ist steigend – so kommen beinahe täglich neue Coins hinzu. Das so genannte Initial Coin Offering (oder auch ICO) stellt hierbei die Geburtsstunde eines neuen Coins dar, bei der dessen Marktgang initialisiert wird. Alternative Beispiele für digitale Währungen mit ähnlichem Erfolg wie die Bitcoin-Kryptowährung sind laut Michael Ploog, Chefanleger von Swissquote, Ethereum, Ripple, Litecoin und Bitcoin Cash. Gemeinsam mit Bitcoin entsprechen sie 80 Prozent der Marktkapitalisierung aller Kryptowährungen.

Fazit zum Thema Bitcoin-Kryptowährung

Zwar stellt die Bitcoin-Kryptowährung die erfolgreichste Digitalwährung überhaupt dar, jedoch buhlen bisweilen mehr und mehr Coins um die Vorherrschaft auf dem Krypto-Markt. Sich mit dieser Thematik zu befassen, deutet nicht nur auf einen hohen, individuellen Weitblick hin, sondern kann sich auch durchaus lohnen. Krypto-Trading und Co. stecken zwar noch in den Kinderschuhen, locken aufgrund der hohen Volatilität der Krypto-Kurse jedoch mit satten Gewinnen. Und auch sonst steht die Zukunft der Krypto-Coins unter einem guten Stern, da es im Netz mehr und mehr renommierte Akzeptanzstellen für Digitalwährungen zu verzeichnen gibt.

Über Mandy 190 Artikel
Mandy gehört zum Team von Tipps.net und strotzt nur so vor Kreativität. In den Bereichen Mediengestaltung, Fotografieren aber auch Haushalt und Garten gibt sie ihr Wissen am liebsten weiter.