Juckreiz in der Schwangerschaft – 10 Tipps die helfen

Juckreiz in der Schwangerschaft ist ein leidiges Thema vieler Frauen. Was Sie dabei vor allem beachten sollten und was Sie gegen den Juckreiz tun können, erfahren Sie hier.

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Viele Frauen leiden besonders in den letzten drei Schwangerschaftsmonaten an verstärktem Juckreiz. Die meistbetroffenen Bereiche sind die Bauchregion, was an der starken Dehnung liegen kann, die Brustfalten und auch der Genitalbereich. Genaue Ursachen konnten bislang noch nicht erforscht werden. Aber dennoch gibt es einige Tipps, wie Sie den Juckreiz in der Schwangerschaft lindern können.

Juckreiz in der Schwangerschaft – 10 Tipps die dagegen helfen

Nicht immer müssen gleich Cremes verschrieben werden. Manchmal genügt es auch, im Alltag ein paar Kleinigkeiten zu ändern und auf bestimmte Dinge zu achten.

Tipp 1 – Trinken

Wenn Sie an Juckreiz in der Schwangerschaft leiden, sollten Sie mehr trinken als sonst. Am besten ist es, wenn Sie stilles Wasser trinken. Es versorgt den Körper mit ausreichend Flüssigkeit und hilft beim Abtransport von Schlacken und Abfallstoffen. Auf diese Weise entgiftet sich der Körper und entlastet so die Haut, über die ebenfalls ein Großteil der Stoffe ausgeschieden wird.

Möchten Sie Ihrer Haut zusätzlich etwas Gutes tun, verwöhnen Sie sie mit feuchtigkeitsspendenden Cremes. Nutzen Sie dafür parfümfreie Produkte, damit die Haut nicht zusätzlich gereizt wird.

Tipp 2 – Seifenfrei

Waschen Sie sich am besten nur mit klarem Wasser. Auch hier gilt: Verzichten Sie auf Waschlotionen mit Parfüm und anderen juckreizfördernden Stoffen.


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Tipp 3 – Badezusätze

Bei einem Vollbad können Sie Meersalz, Kieselerde, Molke, Kleie oder ein bestimmtes Ölbad als Badezusatz hinzufügen. Das beruhigt Ihre Haut. Lassen Sie sich anschließend mit Calendula- oder Mandelöl massieren, das pflegt und beruhigt die Haut zusätzlich.

Tipp 4 – Kühl abreiben

Nach dem Duschen oder Baden können Sie sich mit einem Waschlappen abreiben. Das fördert die Durchblutung und entschlackt die Haut.

Tipp 5 – Ernährung

Eine gesunde Ernährung ist in der Schwangerschaft das A und O. Verzichten Sie auf zu viel Fett, Zucker und scharfen Gewürzen. Diese Lebensmittel verstärken den Juckreiz. Greifen Sie stattdessen lieber zu Obst, Gemüse und zuckerfreien Müslis.

Ernährung Juckreiz Schwangerschaft
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Tipp 6 – Kleidung

Tragen Sie luftdurchlässige und bequeme Kleidung, sodass die Sachen nicht ständig an der Haut reiben. Kleidung aus Baumwolle und Leinen sind dafür hervorragend geeignet. Vor allem in der heißen Jahreszeit sollten Sie auf Kunstfasern verzichten, da diese die Haut oft nicht atmen lassen. Die Haut neigt dadurch mehr zum Schwitzen und Juckreiz wird so unbeabsichtigt gefördert.

Tipp 7 – Calciumversorgung

Auch Calciummangel kann dazuführen, dass Sie an Juckreiz in der Schwangerschaft leiden. Nehmen Sie also ausreichend Milch- und Vollkornprodukte, Nüsse und Gemüse zu sich. Den Calciummangel durch richtige Ernährung aufzubessern, ist wesentlich gesünder als Calciumpräparate einzunehmen.

Tipp 8 – Kühlen statt kratzen

Wenn der Juckreiz mal wieder kaum auszuhalten ist, bestärken Sie sich darin, nicht zu kratzen. Es wird sonst nur noch schlimmer. Auch auf Bürstenmassagen sollten Sie in der Zeit verzichten. Im ersten Moment würde zwar eine Linderung eintreten, aber im Nachhinein ist der Juckreiz noch viel schlimmer als vorher. Legen Sie stattdessen kühle Lappen auf die juckenden Stellen.

Tipp 9 – Alleskönner Essig

Sie können den Juckreiz auch lindern, indem Sie sich Umschläge mit Essigwasser machen. Geben Sie dafür Essigessenz in lauwarmes Wasser. Sie können alternativ auch Apfelessig nehmen. Dieser wirkt sich zusätzlich positiv auf den pH-Wert der Haut aus. Tränken Sie einen Lappen im Wasser, welchen Sie sich dann auf die betroffenen Stellen legen können.

Tipp 10 – Ärztliche Hilfe

Wenn alle Hausmittelchen nicht mehr helfen, können Sie sich von Ihrem Arzt auch eine Salbe mit Kortison verschreiben lassen. Das hilft meist sehr schnell. Bedenken Sie aber, dass Kortison die Wahrscheinlichkeit, Schwangerschaftsstreifen zu bekommen, stark erhöht.

Mitunter kann der Juckreiz in der Schwangerschaft auch auf eine Lebererkrankung zurückzuführen sein. Wenn bei Ihnen neben dem Juckreiz auch Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Müdigkeit, weißlicher Stuhlgang und/oder Gelbsucht zu den Beschwerden gehört, sollten Sie schleunigst einen Arzt aufsuchen. Mit so einer Schwangerschaftscholestase ist nicht zu spaßen. Diese kann auch für Ihr ungeborenes Baby schlimme Folgen haben.

» Übrigens: Der Juckreiz in der Schwangerschaft ist in den meisten Fällen direkt nach der Geburt wie weggeblasen.

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Steffi gehört zum Team von Tipps.net. Als berufstätige Mutter ist sie vor allem Expertin für Kindererziehung und Familienmanagement. Aber auch aus Ihrem Garten bringt sie viele gute Tipps mit.

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