Immobilie als Altersvorsorge nutzen – Diese 6 Punkte beachten

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Vieles spricht dafür eine Immobilie als Altersvorsorge zu nutzen. Aber wie sicher ist diese Form der Altersvorsorge wirklich und was gibt es hierbei zu beachten?

Immobilie als Altersvorsorge nutzen

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Bei den meisten Menschen, die vor dem Kauf einer Immobilie stehen, liegt der Hauptgrund für den Kauf darin, im Alter mietfrei zu leben. Die zurzeit niedrigen Zinsen, Unsicherheit in Bezug auf den Euro oder eine weitere Finanzkrise haben in den Menschen wieder das Vertrauen in die Immobilie als die sicherste Art der Altersvorsorge geweckt.

Bei vielen Menschen herrscht zurzeit aber schlichtweg die Angst, im Alter nicht mehr genügend Geld zu haben, was in Anbetracht der schwierigen Finanzlage vieler Euroländer auch völlig normal ist. Es verwundert daher also nicht mehr, dass die Immobilie so stark gefragt ist wie seit Langem nicht mehr.

Keine vorschnellen Investitionen tätigen

Beim Immobilienkauf heißt das Ziel, Ersparnisse zu sichern und später ein Nebeneinkommen zu erhalten. Sie sollten jedoch solche Entscheidungen in Ruhe planen und keine vorschnellen Investitionen tätigen. Um auf Nummer sicher zu gehen, sollten Sie am besten in eine solide Bausubstanz in einer zukunftsfähigen Gegend investieren.

Um Ihren gewohnten Lebensstandard auch im Alter weiter zu erhalten, müssen Sie mit der Vorsorge obendrein auch rechtzeitig beginnen. Dabei gibt es verschiedene Punkte, die erfüllt werden müssen bzw. die Sie beachten müssen, damit der Traum von sorglosem Leben im Alter Wirklichkeit wird. Diese habe ich im Folgenden einmal für Sie notiert.

Eigenheim als Kapitalanlage – Diese Punkte sollten Sie beachten

Eines vorweg:

Rentable Immobilienangebote in einem guten Zustand und Toplage zu finden ist nicht einfach und bleibt zum Teil auch unbezahlbar. Wo Sie noch heutzutage Eigentumswohnungen oder Häuser zu guten Konditionen finden können, erfahren Sie z.B. unter http://www.immobilienscout24.de/wohnen/hauskauf-schnaeppchen.html oder bei Ihrer Hausbank.

Nun aber zu den Punkten, die Sie vor dem Immobilienkauf unbedingt beachten bzw. bedenken sollten.

» Punkt 1:

Es wird immer empfohlen, das Objekt einer umfangreichen Prüfung zu unterziehen, weil die Banken nicht immer eine Prüfung der Bausubstanz durchführen. Denn auch, wenn das Objekt auf den ersten Blick in einem Top-Zustand zu sein scheint, so kann sich dieses nach gründlicher Prüfung dennoch als Ruine entpuppen.

» Punkt 2:

Zu Vorsicht wird auch dann geboten, wenn Ihnen jemand Kombipakete aus Immobilie und Finanzierung anbietet. In der Regel ist es besser, wenn Sie sich separat nach der besten Immobilie und den besten Finanzierungsmöglichkeiten umschauen.

» Punkt 3:

Immobilien, die als Kapitalanlage infrage kommen, werden als reines Investitionsobjekt betrachtet, das logischerweise so viel Rendite wie möglich einbringen soll. Durch langfristige und hohe Mieteinnahmen oder spekulative Wertzuwächse können Sie das aber beispielsweise bestens ermöglichen.

» Punkt 4:

Sie sollten beim Hauskauf den Verwaltungsaufwand, der bei der Verwaltung von Mietwohnungen entsteht, nicht unterschätzen. Deswegen ist es immer sinnvoller, bei ausreichenden finanziellen Mitteln besser ein Mehrfamilienhaus als eine Eigentumswohnung zu kaufen – bei Mehrfamilienhäusern liegen die Verwaltungskosten pro Quadratmeter deutlich niedriger als bei einer Eigentumswohnung.

» Punkt 5:

Entscheidend bei der Wahl einer Immobilie ist auch Lage und Standort – diese Punkte sollten Sie beim Immobilienkauf nie außer Acht lassen. Denn ein Haus in Toplage lässt sich später natürlich viel leichter verkaufen als ein Haus, das z.B. direkt an der Autobahn liegt.
» Gute oder schlechte Lage – So erkennen Sie es

» Punkt 6:

Der Wiederverkaufswert der Immobilie spielt bei der Entscheidung für die eigene Immobilie natürlich auch eine sehr wichtige Rolle. Die Renditeberechnung sollte auf jedem Fall die Erwerbsnebenkosten, wie beispielsweise Notarkosten und Grundbuchkosten sowie Maklergebühren, enthalten. Diese Kosten machen im Schnitt bis zu zehn Prozent des Kaufpreises aus – und das ist der Betrag, um den der Wert Ihrer Immobilie mindestens steigen muss, damit Sie später das Objekt gewinnbringend verkaufen können.

Die Besonderheiten der Immobilienrente

Das Prinzip der Immobilienrente ist einfach: Als Rentner oder Ruheständler können Sie Ihre eigene Immobilie zu Geld machen und somit die Rente aufbessern, ohne dabei aus dem Haus ausziehen zu müssen. Das Ziel des Verkaufs besteht darin, dass Sie eine höhere Rente beziehen können und trotzdem weiterhin in Ihren eigenen vier Wänden wohnen dürfen. Um das zu verwirklichen, müssen Sie eine tilgungsfreie Hypothek aufnehmen, die dann von der Bank monatlich ausbezahlt wird. Man nennt das auch Umkehrhypothek.

Der Tilgungsverlauf ist genau umgekehrt als bei einer herkömmlichen Finanzierung: Die Bank zahlt eine Rente aus und zu einem bestimmten Zeitpunkt bekommt sie dann die Immobilie. Die Laufzeit bleibt dabei unbegrenzt, Sie alleine entscheiden, ob Sie nach Laufzeitschluss die Darlehensschuld tilgen oder Ihr Wohneigentum an die Bank übergeben.

Hier einmal ein Kreditbeispiel zur Verdeutlichung:

Ein 75-Jähriger Mann besitzt ein Haus, das die Investitionsbank Schleswig-Holstein bis zu 150 000 Euro beleiht. Dieser Mann bekommt daraufhin nun entweder 365 Euro Monatsrente bis zum 90. Lebensjahr oder 312 Euro Rente bis zum 110. Lebensjahr. Die linke Grafik zeigt nun also den Anstieg der Kreditschuld und die Höhe der insgesamt gezahlten Renten. Die rechte Grafik hingegen den Effektivzins für diesen Kredit. (Quelle: © Stiftung Warentest)

» Sonderfall:

Kommt es mal dazu, dass ein Kreditnehmer während der Laufzeit ablebt, bleibt es bei den Erben, ob sie den Kredit tilgen oder das Kreditinstitut das Objekt verwertet und den Hinterbliebenen den überschüssigen Teil ausbezahlt.

Diese Idee der Immobilienrente stammt ursprünglich aus den USA, wo der Staat einen Teil des Risikos übernimmt. In Deutschland jedoch müssen die Finanzinstitute für die Verluste, wenn beispielsweise der Rentenbezieher länger lebt und dementsprechend auch länger die Rente bezieht, selbst einstehen.

Das Eigenheim zur Selbstnutzung

Die Immobilienrente ist die bekannteste Form der privaten Altersvorsorge. Sie sollten jedoch bedenken, dass Sie auch in einer eigenen Immobilie nicht umsonst wohnen – die Verbraucherkosten wie Strom, Heizung und Wasser stellen weiterhin eine Belastung für die Haushaltskasse dar. Obendrein kommen noch andere Kosten, wie beispielsweise die Anliegerkosten, dazu.

Ob ein Eigenheim die sichere und lohnende Alternative für die Altersversorgung ist, wird noch von weiteren Faktoren wie die wirtschaftliche und demografische Entwicklung am jeweiligen Wohnort, das Bauzinsenniveau und die Renditeaussichten am Kapitalmarkt, abhängig. Der Kauf einer Immobilie zur Altersvorsorge ist also nur dann angebracht, wenn Sie auch längerfristig bleiben und drin wohnen möchten.

Fazit:

Der Vorteil einer Immobilienrente besteht darin, dass Sie im Alter Ihre monatliche Rente aufbessern können. Der Nachteil dabei ist ganz klar: Die Immobilie, für die Sie Ihr ganzes Leben lang gearbeitet und gespart haben, wird irgendwann in fremde Hände geraten. Sie müssen jedoch selbst einschätzen und entscheiden können, was Ihnen eine bessere Lebensqualität im Alter wert ist.

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