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Innentüren Ratgeber

Innentüren Ratgeber – So finden Sie die passende Zimmertür

Zimmertüren sind nicht nur praktischer Raumabschluss, sie sind auch Teil des Wohnstils. Was Sie bei Innentüren beachten sollten, verrät dieser kleine Ratgeber.

Innentüren Ratgeber
Wenn die Zimmertür perfekt zum Wohnstil passt | © Vadim Andrushchenko / stock.adobe.com
Zimmertüren sind zwar keine Möbel, haben aber trotzdem entscheidenden Einfluss darauf, wie unser Zuhause optisch wirkt. Da Innentüren, im Vergleich zu Tapeten oder Wandfarbe, über Jahre nicht gewechselt werden, sollten Sie sich für die Auswahl und Entscheidung Zeit nehmen. Neben der visuellen Bedeutung, gibt es aber auch technische Aspekte, die beim Kauf von Zimmertüren zu beachten sind.

Klimaklassen bei Innentüren nach DIN EN 1121

Auch wenn es sich bei allen Innentüren um Türen für den Wohnbereich handelt, gibt es aus klimatischer Sicht Unterschiede. Laien werden den Türen die Klimaklassen auf den ersten Blick nicht ansehen, deshalb gilt es immer auf die Hinweise des Herstellers zu achten.

An der Klimaklasse erkennen Sie die Formstabilität der Innentür, also inwieweit sich eine Tür bei Temperaturschwankungen und Feuchtigkeitseinwirkung verziehen kann.

Innentüren Klimaklassen
Badtüren sollten Klimaklasse II haben | © Laura / stock.adobe.com

➔ Klimaklasse I

Innentüren für das Wohnzimmer, Schlafzimmer, Kinderzimmer, Küche.

➔ Klimaklasse II

Innentüren für das Bad, Gäste-WC und den Kellereingang.

Aufbau einer Zimmertür

Der Aufbau einer Zimmertür unterscheidet sich durch die verschiedenen Füllungen, die man kennen sollte, wenn man zum Beispiel eine besonders stabile Tür für das Kinderzimmer sucht, oder Wert auf Schallschutz legt. Auf die gängigsten Varianten möchte ich kurz eingehen.

➔ Innentür mit Röhrenspanplatte

Wie der Name vermuten lässt, besteht der Innenkern der Tür aus einer Spanplatte. In diese werden Röhren gebohrt, wodurch das Türblatt leichter wird.

➔ Innentür mit Röhrenspansteg

Das Türmodell für alle Sparfüchse, denn diese Innentüren sind besonders günstig. Hier wird das Innere der Tür mit Röhrenspanstreifen gefüllt.

➔ Innentür mit Vollspanplatte

Etwas schwerer ist dieser Türtyp. Das Innenleben besteht aus einer vollen Spanplatte oder einer mitteldichten MDF-Platte – ohne Bohrungen. Dadurch wird die Zimmertür insgesamt stabiler.

➔ Stabverleimte und Schichtverleimte Innentüren

Beide Türtypen bestehen aus massivem Holz, sind daher ein absoluter Blickfang, aber leider auch entsprechend teuer. Bei der Stabverleimten Innentür werden Stäbe aus massivem Echtholz miteinander verleimt. Bei der Schichtverleimten Variante wird meist zusätzlich eine laminierende Deckschicht oder Echtholzfurnier aufgebracht.

Oberflächen von Zimmertüren

Innentüren Dekor
Zimmertüren gibt es in großer Dekor-Auswahl | © Rafail / stock.adobe.com
Die Oberflächen von Innentüren dürften potenzielle Käufer sicher am meisten interessieren, denn diese bestimmen später schließlich das Design.

➔ CPL- und HPL-Innentüren

CPL steht für Continuous Pressure Laminate, was so viel bedeutet wie kontinuierlich gepresstes Laminat. HPL bedeutet High Pressure Laminate – Hochdrucklaminat. Ebenso wie der Bodenbelag sind auch CPL- und HPL-Türen in vielen verschiedenen Dekoren erhältlich. Praktische Vorteile dieser Oberfläche:

  • kratzfest
  • unempfindlich gegen Flecken
  • lichtbeständig
  • temperaturbeständig
  • langlebig

➔ Dekor-Innentüren

Hierbei handelt es sich um folierte Zimmertüren, bei denen die typische Holzmaserung mittels Folienbeschichtung erzeugt wird. Diese Zimmertüren sind kostengünstig und pflegeleicht, dafür aber auch anfälliger für Stöße und Kratzer.

➔ Furniertüren

Bei diesen Türen kommt Echtholz zum Einsatz, allerdings nur in Form einer sehr dünnen Oberflächenschicht. Die charakteristische Maserung des Holzes machen jede Tür zu etwas Besonderem.

Worauf muss ich beim Kauf von Zimmertüren noch achten?

Zimmertüren Zargen
Im besten Fall passt die Zarge optisch zum Türblatt | © tippsNET GmbH
Eine Innentür besteht natürlich nicht nur aus dem Türblatt, sondern auch aus dem „Rahmen“ – der sogenannten Türzarge. Die Türzarge umschließt die Maueröffnung, hält das Schließblech, die Scharniere und damit später auch das Türblatt. Schon aus optischen Gründen sollte man nach Möglichkeit immer eine Zimmertür mit Zarge – also als Komplettset (siehe Link zu casando) – kaufen. Schließlich geht es bei Innentüren nicht nur um räumliche Trennung, sondern ebenso um ein einheitliches Erscheinungsbild.

➔ Zargenarten für Zimmertüren

Art der Zarge Eigenschaften
Umfassungszarge – meist verwendete Zarge
– umfasst die komplette Türlaibung
Blockzarge – wird in die Türlaibung eingesetzt
– füllt die komplette Türlaibung aus
– kann auch als Blendrahmen
vor der Wandöffnung angebracht werden
Eckzarge – wird bei besonders breiter Mauerlaibung verwendet
– umfasst nur die Vorderkante der Laibung
– meist aus Stahlblech gefertigt
Wandbündige Zarge – Türblatt, Zarge und Wand bilden eine Linie
– für den minimalistischen Wohnstil
– vergrößert den Raum optisch

Die Größen der Türblätter und Zargen sind genormt und nach DIN 18101 geregelt.

Wie messe ich eine Zimmertür aus?

Damit Zarge und Türblatt später passgenau sitzen, ist das richtige Maßnehmen enorm wichtig. Gehen Sie dabei folgendermaßen vor:

  • Schritt 1 – Breite messen
    Messen Sie die Breite der Maueröffnung, also den Bereich in den die Zarge später eingefasst wird.
  • Schritt 2 – Höhe messen
    Beim Messen der Höhe gehen Sie von der Oberkante des Fußbodens aus (Estrich, Laminat, Fliesen).
  • Schritt 3 – Wandstärke messen
    Die Wandstärke für die Zarge wird erst gemessen, wenn die Wand komplett fertig ist, also verputzt oder gefliest.

Zimmertür einbauen lassen oder selber machen?

Ein geübter Heimwerker wird mit dem Einbau von Innentüren keine Probleme haben. Laien sollten sich allerdings fachmännische Hilfe holen, damit Sie sich später nicht über schleifende Türen ärgern müssen.

Einen Pauschalpreis für die Montage gibt es nicht. Die Kosten für den Einbau von Zimmertüren richten sich nach der Bauweise und dem Standort. Die Preisspanne für den Einbau einer Zimmertür liegt im Durchschnitt zwischen 40 und 150 Euro.

Dagmar

Dagmar gehört zum Team von Tipps.net. Fechten und Fotografieren gehören zu ihren liebsten Hobbys. Wenn es aber darum geht Tipps zum Besten zu geben, ist sie in den Bereichen Geld und Gesundheit nicht mehr zu stoppen.

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