Wohn-Riester – Staatliche Förderung optimal für Immobilienerwerb nutzen

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Wenn Sie eine Immobilie erwerben möchten, stellt die Wohnriester eine sehr gute Form der finanziellen Förderung dar. Alle Vorteile hier auf einen Blick.

Wohnriester - staatliche Förderung optimal für Immobilienerwerb nutzen


Die staatliche Riester-Förderung verblüfft nicht nur Verbraucher, sondern auch Verbraucherschützer immer mehr. Verbraucher wundern sich und sind verunsichert, dass die staatlich geförderte Altersversorgung in Form einer Rentenversicherung permanent in der Kritik steht.

Eigentlich macht eine solche Rentenversicherung doch Sinn, schließlich trägt ein Teil der Beiträge der Staat. Hauptangriffspunkt sind in den Augen der Verbraucherschützer jedoch die zu hohen Abschluss- und Verwaltungskosten, die einen nicht unerheblichen Teil der Fördergelder in die Kassen der Assekuranzen fließen lassen. Mit zeitlicher Verzögerung wurde dann seitens des Gesetzgebers das komplexe und kaum verständliche Programm des riestergeförderten Wohneigentumserwerbs aufgelegt. An dieser Stelle greift die Verwunderung der Verbraucherschützer.

Im dritten Quartal 2012 wurden 70 Prozent der Riester-Neuverträge (55.000), als Wohnriester abgeschlossen – die Zahl ist stetig steigend. War dies die Förderung der Altersversorgung, die Verbraucher erwartet haben und die auch von den Verbraucherschützern wohlwollend betrachtet wird? Welche Vorteile Wohnriester bringt, haben wir hier zusammengefasst:

Traum vom Eigenheim ist größer als der Traum von Rentenzahlung

Der überproportionale Anstieg der Wohn-Riester Verträge lässt den Schluss zu, dass Verbraucher sich lieber den Traum von den eigenen vier Wänden erfüllen möchten, als eine spätere Rentenzahlung zu favorisieren.

  • Wohn-Riester dient nicht dazu, eine spätere Rente zu finanzieren, sondern dazu, mit staatlicher Unterstützung selbst genutzten Wohnraum zu erwerben. Die staatliche Förderung wird dabei direkt zur Zahlung von Zins und Tilgung verwendet.
  • Die Höhe der Zulage bemisst sich dabei, genauso wie bei einer Riester-Rente, am Familienstand und der Ausschöpfung des auf das sozialversicherungspflichtigen Einkommens berechneten vierprozentigen Beitrages.
  • Für die Ausnutzung von Wohnriester stehen zwei Varianten zur Verfügung. Zum einen können laufende Darlehen von Immobilienbesitzern bereits damit bedient werden. Wer noch in der Ansparphase ist, und den Immobilienerwerb erst plant, nutzt Wohnriester für die Besparung eines entsprechend zertifizierten Bausparvertrages.


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Wie lukrativ die Finanzierung einer Immobilie über Wohn-Riester sein kann, soll das folgende Beispiel aus Impulse-online.de vom 8. 1. 2013 verdeutlichen:

Ein Ehepaar mit zwei Kindern, die Eltern 30 und 40 Jahre alt, die Kinder 2 und 5, hat die Wahl, entweder ein Darlehen über 150.000 Euro aufzunehmen, oder im Rahmen von Wohn-Riester zwei geförderte Darlehen über je 75.000 Euro. Die Zinsfestschreibung läuft über 15 Jahre. Durch die Riester-Förderung fällt die Anschlussfinanzierung um 37.099 Euro niedriger aus. Bis zum Rentenbeginn kumuliert der Vorteil auf 40.400 Euro. Durch die dann einsetzende Besteuerung bis zum 85. Lebensjahr (s. u.) verbleibt dennoch ein Vorteil von 6.488 Euro gegenüber einer nicht-geförderten Finanzierung.

  • Neben dem Kauf oder Bau einer Immobilie und dem Erwerb von Wohnungsgenossenschaftsanteilen soll die Verwendung von Wohnriester noch erweitert werden. Künftig wird auch der alters- oder behindertengerechte Umbau der eigenen Immobilie gefördert.
  • Eine klassische Riester-Rente muss nachgelagert, das heißt bei Bezug besteuert werden. Um die Gleichheit der Riestersparer zu gewährleisten, hat der Gesetzgeber für Wohn-Riester ein künstliches Produkt geschaffen, mit dem auch die Besteuerung der Baufinanzierung sichergestellt wird.
  • Grundlage ist ein fiktives Konto, auf dem Zulagen und Förderung mit einem Zinssatz von zwei Prozent pro Jahr verzinst auflaufen. Dieses fiktive Guthaben wird dann mit Eintritt des Rentenalters bis zum 85. Lebensjahr mit dem persönlichen Steuersatz versteuert. Wer über die nötigen finanziellen Mittel verfügt, kann jedoch ein ordentliches Schnäppchen machen. Wird die Steuerschuld auf einmal beglichen, gibt der Gesetzgeber einen Rabatt in Höhe von 30 Prozent.
  • Riester-Sparer, die sich noch nicht schlüssig sind, ob sie Wohneigentum erwerben möchten, sind nach Aussage der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen mit einem Riester Banksparplan bestens bedient. Guthaben aus Riesterverträgen können in andere Riester-Sparformen umgewandelt werden. Bei der Entscheidung in Bezug auf einen Immobilienerwerb kann das bis dahin angesparte Guthaben als Eigenkapital zulagenunschädlich eingesetzt werden.

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